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Montag, 8. Oktober 2012

Gedanken zum Roemerbrief 5 Kap 9-11 Download

Gedanken zum Roemerbrief 5 Kapitel 9-11

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Gedanken zum Roemerbrief 5

Urbanisierung und Mission



Die Verstädterung der Welt
Die heutige Welt ist die Welt der Städte. Bereits heute lebt die Mehrheit der Menschheit in Städten. Damit sind die urbanen Zentren zur größten Herausforderung für die missionarische Arbeit im 21. Jahrhundert geworden. Die Metropolen sind die Orte der vom Evangelium Unerreichten. In den Städten ist Reichtum und Armut, Wohlstand und Misere auf engsten Raum miteinander verquickt. Die Welt von heute ist nicht ohne die riesigen Ballungszentren zu denken.
Zu Beginn der modernen Missionsbewegung vor 200 Jahren war die Welt ein fast ausschließlich ländlicher Planet. Seitdem hat eine massive Urbanisation eingesetzt (Zimmermann 2000: 13f). Wir leben heute auf einem Planeten der Megastädte. Die erste Megastadt Peking hat im Jahre 1770 die Millionen-Marke überquert. London und New York folgten um 1900. Hochrechnungen der Vereinten Nationen für das Jahr 2015 sprechen von 21 Megastädten mit wenigstens 10 Millionen Menschen. Es wird geschätzt, dass um 2050 bereits 80% der Weltbevölkerung in Metropolen leben wird (Stetter 2004). Bereits heute gibt es über 400 Millionenstädte mit einer Bevölkerung von mehr als 1,8 Milliarden Menschen (Reifler 2005: 527).
Städte sind die Zentren der Wirtschaft, der Politik, der Kultur, der Macht und des Lebens überhaupt geworden (Sassen 1997: 37f). Sie sind aber auch gleichzeitig die Stätten der Gewalt, der Verzweiflung, des Elends, des Hungers, der Arbeitslosigkeit, der Krankheit und des Todes (Bakke: 27f). Bettler, Stadtstreicher, Straßenkinder und Jugendcliquen gehören in der Regel zur Großstadtkulisse (Breckner 1993: 15). Die Vermassung führt gleichzeitig zur Vereinsamung vieler, so dass die Stadtbewohner wenig gemein haben und in einer Anonymität und Ignoranz nebeneinander leben. (Korff 1996: 320). Der Verlust der kulturellen Bindungen und der einheitlichen ethischen Maßstäbe hat weltweit mit einer starken Säkularisierung gepaart (Cox 1966), zu einer informellen pluralistischen Spiritualisierung geführt (Grünberg 2001: 13f).
In der Stadt erreichen die Kirchen nur eine geringe Zahl von Personen (Liedhegener 1997: 23). Deutsches konservatives Christentum hat seine Basis in der Dorfkultur. Die Realität der Entkirchlichung zeigt, dass es in Deutschland nicht gelungen ist, das Evangelium von Christus relevant in den Städten zu verkündigen (Höhn 1999: 48). Die „Kirche ist im Dorf geblieben“ und das Christentum atmet Dorfluft (Kehrer 1991: 51). Wenn es nicht gelingt, den missionarischen Auftrag unter den Menschen der Stadt durchzuführen, wird die Kirche in ihrem großen Auftrag scheitern (Bakke 1990: 41).
Die meisten evangelikalen deutschen Missionare sind in Dörfern und Kleinstädten aufgewachsen. Um einen effektiven und relevanten Dienst in der Welt zu tun, müssen sie in der Lage sein, die Stadt und ihre Bewohner zu verstehen (Conn 2001: 23-29).

Statistische Daten zur Urbanisierung(1)

Urbanisierung der Welt in % nach Kontinenten

1950
1960
1970
1980
1990
2000
2005

2010
2020
2030
Welt
29,5
32,9
36
39,2
43,2
47,1
49,3

51,3
55,9
60,8
Afrika
14,9
18,6
23,2
27,5
31,9
37,1
39,7

42,4
47,8
53,5
Asien
16,6
19,8
22,7
26,3
31,9
37,1
39,9

42,7
48,5
54,5
Europa
51,2
56,7
62,9
68,6
71,5
72,7
73,3

74,2
76,6
79,9
Lat. Amerika
41,9
49,3
57,4
64,9
71,1
75,5
77,6

79,4
82,3
84,6
Nd. Amerika
63,9
69,9
73,8
73,9
75,4
79,1
80,8

82,3
84,8
86,9
Ozenanien
60,6
65,9
70,6
71,1
70,1
72,7
73,3

73,7
74,2
74,9
(Quelle: United Nations 2001)

Das Beispiel Sao Paulo
Um die erlebte Realität der Urbanisierung der Welt darzustellen möchte ich nun das Beispiel von Sao Paulo, Brasilien aufgreifen. Sao Paulo ist heute die größte und wichtigste Stadt Südamerikas und damit gehört sie zu den mächtigsten Metropolen unserer Erde (Sassen 2000: 17). Sie wurde 1554 von dem Jesuitenpater José Anchieta gegründet. Auf einer klimatisch günstigen Hochterrasse 800 m über dem Meer gelegen, wurde Sao Paulo zum wichtigsten Ausgangspunkt zur Erschließung des brasilianischen Inlands. Die wirtschaftliche Bedeutung Sao Paulos begann mit dem Kaffeehandel zum Ende des 19.Jahrhunderts. Das Wachstum war dann schnell und in den letzten 40 Jahren erschreckend. (Faber 1981: 149-151) In Groß Sao Paulo lebten:  
1900 -      100 000 Menschen
1930 -   1 000 000 Menschen
1960 -   3 000 000 Menschen
1975 - 10 000 000 Menschen
2005 – 22 000 000 Menschen(2)
Als wichtigster Handelsplatz Brasiliens entwickelte sich die Metropole zur Megastadt. Die Nähe zum internationalen Hafen in Santos erschloss Sao Paulo für die Weltmärkte. Das Wachstum hat seine Ursache in dem Angebot vieler und gut bezahlter Arbeitsplätze durch die der Konzentration der Industrie im Großraum Sao Paulos. Die Universität von Sao Paulo (USP) gilt als die beste Lateinamerikas. Während der Industrialisierung Brasiliens war der Standort Sao Paulo wegen den hoch qualifizierten Universitätsabgängern der innovative Motor des Landes. Begünstigt durch das gute und gesunde Klima siedelten Europäer gerne dort. Die Stadt hat alle Angebote an kulturellen Veranstaltungen auf dem höchsten Qualitätsniveau. Das alles gab der Metropole eine Attraktivität die eine hohe Zugwirkung auf die Bevölkerung des Inlandes hat.     
Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft wurden viele Arbeitsplätze auf dem Land abgebaut. Tausende Arbeiter der Plantagen verloren durch die Maschinen ihre Existenzgrundlage. Diese Situation schob viele ungelernte Arbeitskräfte in die Städte. Sao Paulo wuchs unkontrolliert durch die innerbrasilianischen Migration. Viele Männer fanden in der Baubrache eine bezahlte Tätigkeit. Andere Menschen waren nicht darauf vorbereitet, in einer hochmodernen Industriestadt eine Existenzgrundlage zu finden. Die Erwartungen der Menschen an die Stadt wurden in vielen Fällen bitter enttäuscht. (Hall 2000:17)
Die soziale Schere klappt weit auseinander. In Brasilien leben die Reichsten 10% mit 47% des BIP – und die Ärmsten 10% leben mit 0.9% des BIP. Es besteht die Gefahr, dass der technische Fortschritt die Kluft zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen nur noch vergrößert (Hall 2000:21). In Lateinamerika liegen 90% der armen Haushalte in urbanen Gebieten. Die Favelas wachsen.
Die Städte Brasiliens haben große Probleme: Jeder 3. Haushalt besteht aus einem Alleinerziehenden, sie haben die größte Mordrate der Welt, es gibt mehr Straßenkinder als in anderen Ländern; Alkoholismus, Drogenmissbrauch und Gewalt in der Familie sind für viele Menschen an der Tagesordnung (Hall 2000:25). Der Kampf des Überlebens hat brutale Formen angenommen. Täglich sterben im Großraum Sao Paulos 36 Menschen durch Gewalt. Neben vielen anderen Problemen ist der sexuelle Missbrauch von 43% der brasilianischen Mädchen ein Faktor, der stark belastet.
Der Verkehr ist ein undurchdringliches Chaos. Kilometerlange Staus machen den Weg zur Arbeitsstelle zu einem zermürbenden Nervenkrieg. Das Benutzen der überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel löst mehr Adrenalinschübe aus, als jedes Videogame. Der Geräuschpegel überfordert die Nerven und die schnell wechselnden grellen Lichter der Reklame lassen die Augen niemals zur Ruhe kommen. Hektik und Stress sind immer präsent.
Die Abgase der Fahrzeuge machen das Atmen schädlicher als das Rauchen. Schreiendes menschliches Elend ist immer sichtbar. Das bettende Kind an der Straßenecke, der im Drogenrausch randalierende Jugendliche, die junge Mutter mit den drei unterernährten Kindern am Rock an der Straßenecke hockt sind Teil des täglichen Szenariums.

Die Fragmentierung der Stadt
Nach Lothar Käser sind Kulturen Strategien zur Daseinsbewältigung (Käser 1997: 37). Sie sind die Voraussetzungen des Überlebens einer ethnischen Einheit. Die Kultur ermöglicht einer ethnischen Einheit durch die Erhaltung des inneren Zusammenhalts das Überleben im Daseinskampf. Nach Wilhelm Mühlmann ist Kultur die Gesamtheit der typischen Lebensformen einer Gesellschaft, einschließlich der sie tragenden Geistesverfassung, insbesondere der Werteinschätzung. (zitiert bei Thiel 1983:8).
Jede Stadt ist eine Einheit mit einer gewissen Basiskultur. Sprache, Wirtschaft, Gesetze, Regeln, Transport, Unterhaltung, Baustiel, Essensgewohnheiten und vieles andere mehr geben jeder einzelnen Stadt ihr spezielles Gepräge und ihren speziellen Flair. Bei den Tausenden von Städten in dieser Welt ist doch jede einzelne speziell und einzigartig. So unterscheidet sich Hamburg von Frankfurt, Sao Paulo von Istanbul und Paris von Bangkok. Diese tragende Kultur ist die Strategie der Daseinsbewältigung und wird entscheidend geprägt von der vorherrschenden Religion, dem Klima, der politischen Bedeutung und den vorhandenen Erwerbsmöglichkeiten. Diese Basiskultur hilft den Menschen als Einheit zu Überleben.
Die Globalisierung der Wirtschaft stellt die einzelnen Städte rund um die Welt in einen direkten Konkurrenzkampf zueinander. Städte gewinnen und verlieren dabei. Wie eine Stadt sich nun dabei durchsetzten kann, beeinflusst die Lebensrealität aller ihrer  Bewohner. Der Reichtum einer Stadt und damit der Wohlstand seiner Bürger hängt von ihrer Rolle in der Weltwirtschaft ab. Es gibt privilegierte und unprivilegierte Städte. (Sassen 2000:32) Durch die Verschiebung der Arbeitsplätze verschieben sich auch die Menschen. So ist nun jede Stadt heute multiethnisch.
Die tragende Kultur einer Stadt garantiert deshalb nicht den inneren Zusammenhalt aller in ihr lebenden Menschen. Sie ermöglicht nicht immer das Überleben einzelner Bevölkerungssegmente. Innerhalb der Stadt gibt es privilegierte und unprivilegierte Gruppen (Sassen 2000:32). Deshalb schließen sich die verschiedene Gruppen von Menschen zusammen um spezielle und eigene Strategien der Daseinsbewältigung innerhalb der Gesellschaft zu bilden. Diese Fragmente sind Subkulturen. Rüdiger Korff sagt: Die Städte sind der Ort, wo globale Integration zu lokaler Fragmentierung wird. (Korff 1996: 320) Subkulturen sind innerhalb einer gemeinsamen Basiskultur unterschiedliche Strategien der Daseinsbewältigung. Sie bilden sich in und aus allen sozialen Schichten und Klassen und sind unterschiedlich stark ausgeprägt.
Je größer die Stadt ist, desto wichtiger wird für den einzelnen Menschen die Subkultur. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht erlebte Zugehörigkeit. Nur in einer überschaubaren Bezugsgruppe, in einem Klan oder Stamm bekommt das Individuum seinen Wert und seine Orientierung. In einer Stadt zerfällt die Bevölkerung in unzählige Subkulturen. Diese Extreme Vielfalt fasziniert und bedroht zugleich. (Grünberg 2001:14)
In der Soziologie wurde der Begriff „Urban Tribes“ geprägt. Je größer eine Stadt ist, desto geringer wird für den einzelnen Menschen die Bedeutung der Basiskultur und die Integration in die Subkultur eine Frage des emotionalen Überlebens. In einer Megastadt wie Sao Paulo, ist Zugehörigkeit zur Subkultur eine Frage der Existenz überhaupt. Karl Homuth erklärt, dass die Pluralisierung von Lebensstilen ein Teil tief greifender Marginalisierungsprozesse ist, weil sie die soziale und individuelle Desintegration verstärkt. (Homuth 1988:140) Korff beschreibt die Herausforderung der Stadt: Das Konfliktpotential der modernen Verstädterung ist ihr Integrationspotential. Konsens, Diskurs und kommunikatives Handeln implizieren selektive lokale, d.h. begrenzte und abgegrenzte Vergemeinschaftungen, die in sich einen fundamentalistischen Keim tragen können. (Korff 1996: 321)
Festzustellen ist, dass in einer Stadt die Bevölkerung in unzählige Subkulturen zerfällt. Geprägt werden diese Gruppen durch ethnische Herkunft, wirtschaftlichen Standart, Bildung, Wirtschafszweigen, Wohngegenden und anderer tausender Faktoren zu denen auch Musikgeschmack, Sport, Sexualverhalten und alles was menschliches Leben ausmacht gehören. Einzelne Menschen können dabei gleichzeitig verschiedenen unterschiedlichen Subkulturen angehören.
Die Subkultur, die konkrete soziale Bezugsgruppe, gehört unweigerlich zur Stadtkultur. Man kann beobachten, dass je größer die Stadt ist, desto kleiner wird die Bezugsgruppe des Einzelnen. Linda Reisch erklärt die Ursache dafür auf Grund der Stadtdefinition: „Die Stadt ist die Siedlungsform, die die Begegnung einander fremder Menschen wahrscheinlich macht.“ mit der Aussage: In er Angst vor dem Fremden wird die Isolation zur Oase. (Reisch 1988:33/34) Eine andere Bezugsgruppe, eine andere Subkultur wird als das Fremde erlebt.
So entstehen auch Randgruppen. Eine Randgruppe ist eine Subkultur, die sich in ihrer Lebensgestaltung außerhalb der von der Basiskultur akzeptierten Standards gestellt hat. 
Mit anderen Worten Randgruppen sind Subkulturen, die von der Mehrheit der tragenden Gesellschaft abgelehnt werden. Randgruppen sind Teil der Bevölkerung. Sie sind integriert und doch ausgestoßen, so wie die organisierte Kriminalität, Prostituierte oder Drogenabhängige. In Urban 21 werden sie wie folgt beschrieben: Sie leben in en Städten, aber gehören nicht wirklich zu ihnen: Sie haben weder gesellschaftlichen Status, noch wirtschaftliche Macht, nur zu oft werden sie von den Behörden schikaniert und als Störfaktor in der Stadt behandelt.  (Hall 2000:33)
Manche Randgruppen stellen sich bewusst gegen die Basiskultur. Dann sprechen wir von Gegenkulturen. Terroristische Vereinigungen sind Gegenkulturen. Ebenso können religiöse Gruppen, die sich bewusst und intentional gegen die vorherrschende Kultur wenden und diese durch eine andere ersetzen wollen, als Gegenkulturen bezeichnet werden. Gegenkulturen können aktiv in einem Verantwortungsbewusstsein für das Ganze in die Basiskultur eingreifen oder passiv eine ghettohafte Lebensform des Rückzugs und der Isolierung in der Ablehnung der Verantwortung für das Ganze ihr Leben gestalten.
Eine jede Stadt produziert Subkulturen, Randgruppen und Gegenkulturen. Wenn man in und mit einer Randgruppe eine Gemeinde zu gründen will ist es notwendig eine spezielle Kulturanalyse zu machen. Das heißt eine spezielle Sprache zu lernen, den Ehrenkodex zu kennen, spezielle Verhaltensmuster zu folgen und den Wertsyntax zu verstehen. 
Wie stellt sich nun in der Stadt die christliche Gemeinde dar? Ist sie Subkultur? - Oder Randgruppe? - Oder Gegenkultur? – oder was? In der postchristlichen Gesellschaft ist die Gemeinschaft der Glaubenden nicht der Träger der Kultur. Bei einer Gemeindegründung in der Stadt geht es auch um die Frage, was sie denn erreichen soll. Will die Gemeinde ein weiterer Faktor der Fragmentierung oder ein Platz der Integration sein? Soll sie Sub- oder  Gegenkultur sein, oder legt sie sich bewusst als Randgruppe fest?
Wenn wir nun mit marginalisierten Menschen, eine Gemeinde bauen, besteht die Gefahr eine Gemeinschaft zu bilden, die als eine Gegenkultur im Gettodasein existiert. Eine Randgruppengemeinde besteht aus Menschen, die von der Basiskultur bereits ausgegrenzt werden. Sie ist dann sowohl von der Basiskultur als auch von den anderen Randgruppen isoliert. Damit ist ihr die Chance einer realen missionarischen Präsenz in der Gesellschaft genommen und hat somit die Sendungsaufgabe der Gemeinde Christi preisgegeben. Trotz missionarischer Aktivitäten erreicht sie die Menschen nicht. Sie sieht sich nicht als Rettungskreuzer für die an sich selbst zugrunde gehenden Menschen, sondern als die paradiesische Insel der gestrandeten Geretteten.



1 United Nations Secretariat, Department of Economic and Social Affairs, Population Division, World Urbanization Prospects – The 1999 Revision (United Nations Publication, 2001)
2 Die Werte sind Schätzungen. Dabei sind alle Menschen erfasst, die in der Metropole leben und arbeiten. Manche sind nicht registriert, andere haben einen offiziellen Wohnsitz in einer anderen Stadt. Genaue Zahlen liegen nicht vor.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Estudo biblico - sobre a a COMPREENSÃO DO HOMEM Parte 7



COMPREENSÃO DO HOMEM Parte 7
 
IV. A QUEDA DO HOMEM        
 

Conteúdo:
 
A.    A possibilidade de pecar
a)      A promessa da aliança
b)      A condição da aliança
c)      O julgamento no caso da violação da aliança
d)     A previsão do cumprimento da aliança
e)      A única possibilidade de pecar
B.     A possibilidade de tentação do homem
a)      A livre vontade do homem necessitava da possibilidade de decisão
b)      A comunhão do amor precisava estar baseada na livre e espontânea vontade
c)      A obediência constitui a condição moral para se governar
d)   A tendência santa do homem precisava ser aprovada, a fim de se transformar em caráter santo
C.    A pré-história da queda
D.    A tentação
a)      A dúvida da palavra de Deus
b)      A negação da palavra de Deus
c)      A palavra de Satanás
E. A queda

IV. A QUEDA DO HOMEM
Uma das mais bonitas promessas da Bíblia mostra também a queda.
(Sl. 125:1) – Os que confiam no Senhor e não cairão.
O homem (Adão) não confiou em Deus e caiu. Contudo, dentro da humanidade caída, ainda podemos ouvir o chamado de Deus ao arrependimento.
(Ap. 2:5) – “Lembra-te, pois, de onde caíste.”
O homem caiu fora da comunhão com Deus.

A)    A POSSIBILIDADE DE PECAR
Deus estabeleceu uma Aliança com Adão. Esta aliança regulamentou o relacionamento de comunhão entre Deus e Adão. Esta aliança tinha uma promessa e uma condição.
a)      A promessa da Aliança
(Gn. 2:17) – Vida eterna
O objetivo de Deus era a vida eterna numa comunhão perfeita com o homem. Esta comunhão é a mesma existente entre Deus Pai e Deus Filho, Jesus. (Veja Gn. 3:22-24).
b)     A condição da Aliança
(Gn. 2:16-17) – Não comerás!
Deus deu uma ordem – “Não comerás da árvore do conhecimento do bem e do mal.” Através desta ordem, Deus exigiu obediência e confiança.
c)      O castigo na violação da Aliança
(Gn. 2:17) – “...certamente morrerás.”
A morte do homem, provocada pela desobediência, tem um amplo significado. A morte espiritual é a separação entre Deus e o homem, enquanto que a morte física é a separação entre a parte material e a parte não material do ser humano.
d) Os pré-requisitos para cumprir a Aliança
Adão era capaz de viver na Aliança com Deus. Ele vivia num ambiente perfeito e tinha um corpo perfeito (Gn. 1:31; 2:15). Nem Adão, nem o lugar onde viveu, foi envenenado pelo pecado. Adão também tinha uma tarefa e uma vocação significativa (com sentido), as quais ocupavam o seu tempo.
 (Gn. 2:15) – “Tomou, pois, o Senhor Deus ao homem e o colocou no jardim do Édem para cultivar e o guardar.”
Deus o advertiu da possibilidade de violação da Aliança. O homem sabia que existia a possibilidade de pecar. Ele era capaz de identificar o seu ponto fraco. Neste mandamento, era intenção de Deus dar muito mais ao homem, do que  tirar-lhe. Além, disso o homem não estava só. Deus providenciou a Adão uma companheira que lhe era digna e idônea.
(Gn. 2:18) – “... uma auxiliadora que lhe seja idônea.”
Com isso, o homem vivia em comunhão com uma pessoa da mesma espécie.
A maior proteção para a Aliança era a comunhão com Deus. Deus viva junto, em contato direto com os homens.
e) A única possibilidade de pecar
A única possibilidade de pecar era a violação da Aliança. Somente a desobediência ao mandamento do Senhor poderia provocar isso e o homem tinha a possibilidade e a capacidade para tal.

B) A POSSIBILIDADE DE TENTAÇÃO
Assim, surgem perguntas, tais como: Por que Deus deu ao homem um mandamento, sabendo que na ausência deste, o homem jamais teria pecado? Por que Deus plantou a árvore do conhecimento do bem e do mal no jardim? Por que Deus criou o homem com a possibilidade de pecar? Por que? Por que? Por que?
As respostas a essas perguntas são encontradas apenas na natureza e no destino do homem. O homem é um ser com uma personalidade moral. A personalidade moral exige a liberdade de auto-determinação.
a)      A vontade livre do homem dependia da possibilidade de decisão.
Deus criou o homem à sua imagem. O homem não foi criado para ser um escravo ou simplesmente uma máquina ou uma marionete. Deus queria a decisão do homem a favor dÊle. Por isso, Deus lhe deu uma personalidade à imagem de Deus. A personalidade inclui a livre e espontânea vontade do homem. Logo, o ser humano precisava da possibilidade de decisão. A vontade livre do homem necessita da possibilidade de decisão.
b) O relacionamento de amor necessita de uma base de liberdade.
O objetivo de Deus, em seu relacionamento com o homem, era unir os dois através do amor. Deus não queria uma obediência fria e mecânica, mas uma comunhão fundamentada no amor mútuo. Este amor daria origem ao respeito mútuo.
O amor só pode nascer em liberdade. O amor não pode ser ordenado.  Logo, para possuir a capacidade de amar, o homem precisava da possibilidade de não amar, Esta é a razão pela qual Deus concedeu ao homem a liberdade de decisão.
c)  A exigência moral para o governo é a obediência.
O ser humano possui vocação para o governo. Ele deve governar sobre a terra. O governo exige como pré-requisito a obediência. Como uma pessoa pode governar sem ao menos conhecer como é a vida do governado?
d)     A aptidão santa precisava passar pela provação, a fim de se tornar um caráter santo.
O homem possuía uma aptidão santa, mas não era uma pessoa santa. Para se tornar uma pessoa santa, com um caráter santo, ele precisava ter a liberdade de decidir pela santidade. Somente através da livre e espontânea escolha, ela poderia se tornar um ser santo.
O fato de Deus ter criado o homem como um ser livre, com uma personalidade, com auto-determinação, com capacidade de amar, com vocação para governar e ainda com uma aptidão santa, inclui a sua possibilidade de livre escolha.

C) A PRÉ-HISTÓRIA DA QUEDA DO HOMEM (UMA TEORIA)
O pecado já existia no universo bem antes do homem. A existência do diabo – Satanás (Gn. 3:1 – a serpente), prova, isso. Sobre a origem do diabo, não temos uma declaração clara na Bíblia. No meio da teologia cristã, uma teoria é a mais aceita:
Satanás já estava no mundo antes da criação do homem. Este fato é confirmado pela presença o diabo no Paraíso. Satanás, o pecado invadiu o universo e por meio de Adão, a humanidade foi contaminada.
(Rm. 5:12) – “Portanto, assim como por um só homem entrou o pecado no mundo, e pelo pecado a morte, assim também a morte passou a todos os homens porque todos pecaram.”
O pecado surgiu de Satanás, antigamente conhecido como Lúcifer (Portador da Luz), o qual é o príncipe das trevas. (Veja Ez. 28 e Is. 14.) ) seu pecado era, é e continua sendo “Eu quero !” A sua emancipação, rebelião e independência caracterizam o pecado. Segundo Isaías 14, Lúcifer não conseguiu atingir o propósito do seu coração. Ele lança estes pensamentos e atitudes sobre o homem (Gn. 3:5). No fim dos tempos, este “pecado” se revela no “homem do pecado”, na iniquidade (II Tes. 2:3), que é o Anticristo.
(II Tes. 2:4) – “o qual se opõe e se levanta contra tudo que se chama Deus, ou objeto de culto, a ponto de assentar-se no santuário de Deus, ostentando-se como se fosse o próprio Deus.”
Podemos ver que o método diabólico da tentação continuou sendo o mesmo. A humanidade, separada de Deus, prossegue seu caminho, escolhido por Adão, até o fim. Em palavras mais simples, Gênesis 3 relata este fato histórico, a queda do homem. No Novo testamento, a queda do homem, relatada no Velho Testamento, é confirmada (Jó 8:44; II Cor. 11:3; I Ti. 2:14; Ap. 12:9;20:2).
O último Adão – CRISTO – passou pela mesma tentação, mas venceu.
Antes da queda, o homem tinha as duas possibilidades – de pecar ou não pecar. Na queda, ele perdeu a possibilidade de “não pecar”.
Antes da queda, Adão sabia o que era bom e o que seria mal. Após a queda, Adão sabia o que era mal e o que seria bom.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Zur Globalisierung



Die Globalisierung ist die Herausforderung unserer Zeit. Wie können wir sie lebbar gestalten?



 
Unter Globalisierung wird die zunehmende Verflechtung des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Lebens auf unserem Planeten Erde verstanden.(1) Die Globalisierung wird an durch die Internationalen Verbände und Institutionen deutlich. Der UNO gehören alle Nationalstaaten außer dreien an. Die FIFA hat Fußballverbände aus allen Ländern als Mitglied. Die Fußballweltmeisterschaft wird rund um den Globus verfolgt. Das Olympische Komitee lädt alle Länder zu den großen sportlichen Feiern ein. UNICEF und UNESCO kümmern sich um die Kinder und die Bildung in der gesamten Welt. Die WHO verfolgt die Gesundheit der Weltbevölkerung. Die ILO sorgt sich um die Arbeiter rund um den Globus. Dem IMF geht es um die Finanzentwicklung in dieser Welt, in der auch die Weltbank mitmischt.  
Dabei rücken auch die Menschen in unserer Welt immer näher zusammen. Es gibt viele zwischenmenschliche Beziehungen rund um den Globus. Die Menschen hören überall die gleiche Musik und sehen die gleichen Filme. Sie flirten weltumspannend in Chatrooms miteinander. Moderne Komunikations- und Verkehrsmittel haben die Entfernungen für Handel und Geschäfte schrumpfen lassen. Es ist nichts besonderes, dass man in der deutschen Stadt Frankfurt, in einem niederländischen Kaufhaus, eine aus brasilianischer Baumwolle hergestellte, in Taiwan genähte, amerikanische Markenjeans mit europäischen Geld bei einer iranischen Verkäuferin erwerben kann. Die Firma Rittal aus dem Dorf Dietzhölztal hat ihre Niederlassungen rund um den Globus verteilt. Nach einer schlecht geschlafenen Nacht hat das Flugzeug uns nach São Paulo, Tokio oder Bombay gebracht. Mittels Internet stöbern Studenten gleichzeitig in den Forschungsarbeiten der Universitäten von Oxford, Jale, Moskau und Johannesburg herum. Fernsehkanäle wie CNN und MTV sind rund um den Globus zu empfangen. Die Erde ist global miteinander verbunden. In einem bayrischen Dorf werden die gleichen Soaps gesehen, wie in den Favelas von Rio de Janeiro oder in den Flats von Manhattan.
Wenn man diese kulturellen Erscheinungen ansieht, hat man den Eindruck, dass sich eine Weltkultur entwickelt, die alles vereint. „McWord“(2) ist Teil einer jeden Esskultur geworden. Bernd Wagner stellt fest: Durch die Globalisierung von Ökonomie und Kommunikation entsteht zunehmend eine weltweite Kultur ohne nationale Schranken mit universellen Bilderwelten und gleichen Mustern vor allem von Popularkultur.(3) Das ganz normale Leben eines jeden Menschen hat heute eine globale Dimension. Dieses ist, egal ob man es gut oder schlecht findet, ein Fakt. Das gilt genauso für den deutschen Geschäftsmann, wie für den afrikanischen Bauer, für den pferdezüchtenden Tataren und den Samba tanzenden Brasilianer. Der Kontext, auf dem sich das menschliche Leben des 21. Jahrhunderts abspielt, ist die globale Bühne.
Die Globalisierung ist eine Tatsache, der wir ins Auge sehen müssen. Es geht nicht darum, ob man für oder gegen die Globalisierung ist. Sie geschieht einfach. Seit den großen europäischen Entdeckungsfahrten zu Beginn der Neuzeit ist die Globalisierung ein fortschreitender Prozess. Im Verlauf der Jahrhunderte haben sich Länder vereinigt und Staatenbünde sind entstanden, sodass nach dem 2. Weltkrieg nur noch zwei große politische Blöcke gab. Durch den Zusammenbruch des sozialistischen Imperiums vor 20 Jahren, gibt es keine zwei rivalisierenden Machtblöcke mehr. Seit dem geht es in der Welt um Einheit und wer nun hierbei das globale Sagen hat. Die Welt ist in diese Situation unvorbereitet hinein gestolpert. Die wirtschaftlichen Konsequenzen hat man nicht absehen können. Peter Graber von der Deutschen Bank beschreibt dieses so:
Vor fünfzehn Jahren gab es zwei isolierte Planeten die sich um die Sonnen drehten. Der eine hatte drei große kapitalreiche Regionen – Europa die Vereinigten Staaten und Japan – und eine Peripherie von kleinen Staaten in denen mehr oder weniger Vollbeschäftigung existierte und wo durch gesunde Wechselkurse eine Mobilität des Kapitals herrschte. Der andere Planet war die kommunistisch, sozialistische Welt, die einen großen Haufen an Arbeit mit falscher Planung und Zuteilung und mit wertlosen Kapital hatte. Und plötzlich wurden beide in eine einzige große globale Marktwirtschaft gezwängt. Das hat ein System mit einer massiven globalen Arbeitslosigkeit geschaffen.(4)

Dieser plötzliche Zusammenschluss der Welt zu einem einheitlichen Wirtschaftssystem nach amerikanischem Muster hat für alle Länder weiter gehende Folgen. Dazu nimmt die World Commisssion on the Social Dimension of Globalization in ihrem Bericht Stellung:
Durch neue, von offeneren Politiken gestützte Technologien ist eine Welt entstanden, die enger denn je verflochten ist. Das bewirkt nicht nur eine wachsende Interdependenz im Bereich der Wirtschaftsbeziehungen – Handel Investitionen, Finanzen und die weltweite Organisation der Produktion -, sondern auch die soziale und politische Interaktion von Organisationen und Einzelpersonen in aller Welt. Die möglichen positiven Auswirkungen sind immens.(5)
 Doch gleichzeitig wird ein enormes Konfliktpotenzial deutlich. Die Uno muss bekennen:
Die Welt, gezwängt in ein ökologisches, finanzielles, kommerzielles und elektronisches System, war niemals so entzweit wie heute in Hinblick auf Macht Reichtum, Einfluss und Zugang zu Informationen und Gütern. ... Die Realität der sogenannten Echtzeit-Kommunikation, die Möglichkeit ohne Zeitverzögerung weltweit zu kommunizieren und grenzenloser Gemeinschaft hat zugleich die tiefe Kluft, ja sogar Diskriminierung sichtbar gemacht, die in enger territorialen Nachbarschaft koexistieren.(6)
Schon seit jeher war es so: An der Spitze jeder sozialen Ordnung entstand großer Reichtum. Diese Realität wird auch in der jetzigen Zeit deutlich.(7)  Dort wo die Macht ist, konzentriert sich Reichtum oder in der Antithese, der Machtlose ist arm. Jean Baudrillard hat diese Art Globalisierung scharf kritisiert. Es ist besonders die Gewalt und die menschenverachtende Art und Weise wie sie sich gestaltet, welche er kritisiert. In einem Interview mit dem Spiegel äußerte er sich so:
Globalisierung beruht, wie früher der Kolonialismus, auf einer ungeheuren Gewalt. Sie schafft mehr Opfer als Nutznießer, auch wenn die westliche Welt mehrheitlich davon profitiert. ... Sie wird angepriesen wie der Endpunkt der Aufklärung, die Auflösung aller Widersprüche. In Wirklichkeit verwandelt sie alles in einen verhandelbaren, bezahlbaren Tauschwert. Dieser Prozess ist extrem gewaltsam, denn er zielt auf eine Vereinheitlichung als Idealzustand ab, in dem alles Einzigartige, jede Singularität, mithin auch jede andere Kultur und letztlich jeder nichtmonetäre Wert aufgehoben würden(8).

Die Ethik der wirtschaftlichen Globalisierung
In der Globalisierung liegt eine großes Potenzial für eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Dabei ist jedoch die Grundfrage nach welchen ethischen Prinzipien der Prozess durchgeführt wird. Eine globale Wirtschaft, die ihren Machtkampf, ohne Spielregeln in der Arena der freien Marktwirtschaft austrägt, führt unweigerlich zu einer weltweiten Misere. Deshalb fordert die World Commisssion on the Social Dimension of Globalization eine Korrektur des derzeitigen Globalisierungspfades(9). Sie glaubt, dass die globale Marktwirtschaft, richtig gelenkt einen beispiellosen materiellen Fortschritt bewirken, produktivere und bessere Arbeitsplätze für alle schaffen und einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Armut in der Welt leisten kann.(10) Dabei geht es um die Frage, wer aber den globalen Verschmelzungsprozess lenkt und wer die Spielregeln bestimmt.
Leider sind die sozialen Verhältnisse in dieser Welt sehr ungerecht. Es gibt keine Chancengleichheit. In der globalisierten Welt mit seinen komplexen wirtschaftlichen Problemen ist eine Solidargemeinschaft der Menschheit eine Utopie. Die Gelder für Entwicklungshilfe wurden in der Zeit von 1995 bis 2000 um 25% gekürzt. Als Folge der Finanzkrise werden die Hilfen weiter zurückgefahren. 1960 war das BIP pro Kopf  der zwanzig reichsten Länder 18 mal so viel, wie das der zwanzig ärmsten Länder. 1995 erreichte der Unterschied das 37fache. Weltweit litten im Jahr 2000 insgesamt 826 Millionen Menschen an Hunger. Davon leben aber nur 8 Millionen in so genannten westlichen Industrieländern.(11) Seit 10 Jahren nimmt der Hunger trotz aller Anstrengungen zu. Heute sind es über eine Milliarde.(12) Weltweit sind 1/3 der drei Milliarden Personen im  erwerbstätigen Alter arbeitslos oder unterbeschäftigt. Mehr als 500 Millionen  Beschäftigte verdienen weniger als 1 US$ pro Tag.(13) Diese Fakten zeigen die soziale Spannung der Globalisierung auf. Die World Commisssion on the Social Dimension of Globalization stellt fest:
Der derzeitige Prozess der Globalisierung führt zu unausgewogenen Ergebnissen, innerhalb von Ländern, ebenso zwischen ihnen. Zwar wird Reichtum geschaffen, aber zu viele Länder und Menschen können nicht davon profitieren. ... Viele leben im Niemandsland der informellen Wirtschaft ohne formelle Rechte in einer Reihe armer Länder, die am Rande der Weltwirtschaft ums nackte Überleben kämpfen.(14)

Durch die Globalisierung der Kommunikation werden Informationen über die soziale Ungerechtigkeit gleichzeitig überall verbreitet. Dadurch entsteht ein tiefes Bewusstsein des Ungleichen. Der reiche Mensch aus den westlichen Industrieländern wird als der Besitzende gesehen. Das Gefühl der Ungerechtigkeit provoziert Zorn. Dieser verwandelt sich leicht in Groll und Hass. Die logische Konsequenz ist der bewaffnete Kampf gegen die Ausbeuter. In der Meinung vieler, hat dieser Ausbeuter in der USA als führende Weltmacht, einen konkreten Namen. Ebenso wird Europa als Ausbeuter wahrgenommen.
Jean Baudrillard behauptet, dass der Terrorismus der muslimischen Welt seine Wurzeln darin hat. Die vom Westen als Paradies verkündigte Demokratie wird, wenn sie verabsolutiert und mit Gewalt durchgesetzt wird, zur Zerstörung ihrer selbst. So sagt Baudrillard: Es ist völlig unmöglich, dass es dagegen keine gewalttätige Reaktion gibt. Der Terrorismus entsteht, wenn keine andere Gegenwehr mehr möglich erscheint. Das System empfindet objektiv alles als terroristisch, was sich ihm entgegenstellt.(15) So behaupten nun auch Norman Stone: Nur die Armee garantiert den säkularen, liberalen Staat.(16) Damit wird deutlich, dass die Globalisierung, wie sie wirtschaftlich vorangetrieben wird, nicht auf Freiwilligkeit sondern auf Gewalt basiert. Es handelt sich um einen Krieg, einen Wirtschaftskrieg. Jeder Krieg hat Opfer. Es gibt keinen guten oder berechtigten Krieg. Der Wirtschaftswissenschaftler Peter Neuling erklärt, dass die Ursache der meisten Kriege um des erwarteten ökonomischen Vorteils willen geführt werden.(17) 

Die moderne Völkerwanderung
Die mit der Globalisierung verbundenen Verschiebungen der Wirtschaftsstandorte hat zur größten Bewegung der Menschheit geführt. Migration und Immigration ist in allen Ländern eine Realität. Mobilität ist da Markenzeichen der heutigen Menschheit. Die räumliche Beweglichkeit der Menschen ist das was die Globalisierung fordert. Dort wo es Arbeit und Gewinne gibt, da ziehen die Menschen hin. Dieses geschieht innerhalb der Landesgrenzen genauso, wie zwischen den Nationen. In Brasilien sind von 1986 – 1966 neun Millionen Menschen von einem Estado (Bundesland) zu einem anderen gezogen. In den Jahren von 1991 bis 1996 waren es über 1,1 Millionen Menschen, die allein in den Estado São Paulo(18) gezogen sind. Von den Menschen, die 1999 in der Region Centro-Oeste wohnten waren es 54%, die nicht in dieser Region geboren waren.(19)
Die Bewegung der Bevölkerung ist keine Spezialität Brasiliens. In China allein spricht man von einer Zahl von 150 Millionen Arbeitsmigranten.(20) Überall auf der Welt sind die Menschen in unterwegs, wechseln den Wohnort und passen sich dann wieder neu irgendwo ein. In Deutschland leben heute fast 2 Millionen Türken. Insgesamt hat Deutschland eine ausländische Bevölkerung von 7 348 000 Menschen.(21) Im Jahr 2002 zogen 842 543 Menschen aus dem Ausland nach Deutschland. Im gleichen Zeitraum verließen 623 255 Menschen unser Land.(22) Im Jahr 2000 haben die deutschen Städte und Gemeinden 2 531 255 Zuzüge und 2 450 594 Wegzüge registriert.(23)
Von 1991 – 2000 sind 9 095 000 Menschen in die USA offiziell immigriert. Dazu rechnet die US Regierung mit  mehr als 7 Millionen illegale Einwanderer.(24) In der Schweiz lebten im Jahr 2000 insgesamt 7 164 000 Menschen, davon waren 5 758 000 Schweizer. Die Ausländische Bevölkerung betrug 1 406 000 Personen. Das heißt, das jede 5 Person, die in der Schweiz wohnt, ein Ausländer ist.(25) In Deutschland sind ca. 19,4% der Bevölkerung Menschen mit Migrantionshintergrund.(26)
Viele dieser Bewegungen sind freiwillig. Jedoch geschehen die meisten Umzüge aus einem ökonomischen Druck heraus. Die zunehmende Verarmung breiter Volksmassen und die damit zusammenhängende Bedrohung des Lebensstandards  ist wahrscheinlich die größte Motivation für die Bewegung der Menschen. Dazu kommen die vielen Kriege und Konflikte. Die Welt ist voller Flüchtlingen. Jeder 300. Mensch ist heute ein Flüchtling. Am 1.Januar 2003 hatte die UNHCR 20 556 781 Flüchtlinge erfasst(27). Davon leben ca. 4,5 Millionen in Lagern.(28) Weltweit laufen zur Zeit über eine Million Asylanträge.(29) Diese Zahl und auch die Tragik ist größer, als nach dem 2. Weltkrieg ca. 18 Millionen Deutsche ihre Heimat verloren.(30) In den meisten Fällen gibt es keine Perspektive für ein neues Zuhause.
Diese Zahlen sind der Beleg, dass die Menschen in Bewegung sind. Es ist egal wo wir hinschauen. In Russland, in Indien, in England oder den Vereinigten Staaten, überall wechseln Menschen den Wohnort. Die Germanische Völkerwanderung zur Zeit der Spätantike war, gemessen an der Größe der jetzigen Bevölkerungsbewegungen, nur eine Lappalie. Wenn wir aber in die Geschichte hinein schauen, können wir die großen Veränderung der Welt durch die geschichtliche Völkerwanderung feststellen. Das Weströmische Reich brach zusammen. Durch die Begegnung der Römer und der Germanen entstand eine neue Kultur. Die Zeit der Antike endete und das Mittelalter begann. Ebenso stehen wir heute in einer radikalen Veränderung der Kultur.
Die Bewegung der Völker führt zu einer Veränderung des Lebensraums und der Lebensbedingungen. Es ist ja nicht so, dass der Platz wohin sich die Menschen bewegen leer ist. Überall gibt es bereits Menschen und Völker, Kulturen und Gewohnheiten. Wie auch damals, geht die aktuelle Verschiebung der Völker nicht ohne Leid ab. Konflikte sind eine logische Folge. 

Die Fremdheit als Folge der Globalisierung
Fremd ist eigentlich kein Adjektiv. Dinge und Personen sind nicht an sich fremd. Fremdheit ist die Beschreibung eines Beziehungsverhältnisses. So nimmt Julia Kristeva die Aussage „Fremde sind wir selbst“ zum Titel ihrer Studie der psychoanalytischen Sicht von Fremdheit.(31) Fremdheit ist eine Beziehungserfahrung. Es ist ein Gefühl der Unsicherheit, des Unbekannten, des Exotischen, eben des Fremden. Die Begegnung mit dem Anderen, dem Fremden, stellt immer die eigene Person und Position in Frage. Wenn etwas fremd ist, dann ist es nicht automatisch negativ oder positiv. Das Fremde hat eine gewisse Attraktion. Die Faszination des Fremden füllt die Kassen der Reisebüros. Sie ist die Quelle des Abenteuers, ohne welches das Leben zur langweiligen Monotonie werden würde.
Von vielen Menschen wird Fremdheit jedoch als Bedrohung empfunden. Das nicht Heimliche und das nicht Vertraute wird als un-heimlich empfunden und mit Un-vertrauen angesehen. Angst und Misstrauen haben noch nie eine konstruktive menschliche Gemeinschaft aufgebaut. So haben viele blutige Konflikte ihre Ursache in der erfahrenen Fremdheit. Das Andere wird als Gefahr wahrgenommen, nur weil es Fremd ist. Kofi Annan bringt dieses Phänomen in dem Vorwort zu der UNO Publikation „Brücken für die Zukunft“, damit auf den Punkt, indem   er das Werk den Unschuldigen widmet, deren einzige Schuld darin bestand, dass sie anders waren als ihre Mörder:
Menschen, die ihr Leben in Furcht vor anderen Kulturen verbringen und diese kein Verständnis haben, neigen eher zu Taten des Hasses, der Gewalt und der Vernichtung gegen einen vermeintlichen Feind.(32)
Durch die Weltumspannende Migration ist die Fremdheit zur täglichen Erfahrung von jedermann geworden. Der Migrant durchläuft Gefühlketten von Einsamkeit und Angst, von Ablehnung und Bedrohung, von Verzweiflung und Hass. Wenn John Denver über die Einsamkeit des Fremden singt und dann verzweifelt fragt: Is there no one with a smile for me, no one with a hello in their eyes? Is there no one who will loves me and help me through the dark and lonely night?,(33) dann drückt er das Empfinden vieler Migranten aus. Fremdheit ist das Gefühl des “nicht dazu gehörends“. Das Fremde ist das Unbekannte. Erol Yldiz erklärt so:
Fremdheit an sich gibt es nicht. Fremdheit ist keine Eigenschaft von Dingen oder Menschen, sondern beschreibt eine Beziehung zwischen ihnen., die sich in einer Vielfalt von Gefühlen, Vorstellungen, Situationen äußert. Das Gefühl von Fremdheit gehört zum Alltag eines jeden Menschen, und doch kann es irritieren und sogar Angst erzeugen.(34)
Dem Fremden, dem Unbekannten zu begegnen ist, die Erfahrung des menschlichen Daseins. Philipp Hauenstein beschreibt die Spannung wie folgt:
Das „Eigene“ wie auch das „Fremde“ ist durchaus ambivalent. Das eigene vertraute ist berechenbar und gibt Sicherheit. Auf der anderen Seite engt es auch ein und kann die Luft zum Atmen nehmen. Das „Fremde“ dagegen stellt Eigenes in Frage, verunsichert und bedroht. Gleichzeitig weckt es jedoch auch Neugier. Es lockt mit neuen, bisher unbekannten Möglichkeiten des Erlebens.(35)
Das Leben gestaltet sich in der Wechselwirkung von Geborgenheit und Wagnis. Diese Spannung ist eine grundlegende menschliche Erfahrung und ist die Antriebskraft der Kreativität. Das Kleinkind erlebt die Welt als eine ständige Begegnung mit dem Unbekannten. Die Begegnung mit dem Unbekannten, dem Fremden, wird als Abenteuer, als Wagnis erlebt. Das Bedürfnis zum Wagnis ist Bestandteil der menschlichen Lernfähigkeit. Das kreative Wagnis aber geschieht aus dem Bewusstsein der emotionalen Sicherheit heraus. Nach Larry Crabb ist der Selbstwert von dem Gefühl der Geborgenheit abhängig.(36) Verliert der Mensch seine Geborgenheit, empfindet er existenzielle Bedrohung. Dieses wird als Stresse erlebt. Die kulturelle Anpassung, der Weg vom Fremden zum Vertrautem, beschreibt Myron Loss als einen Prozess von Verletzbarkeit in der Desorientierung und dem Erleiden vieler emotionaler Stürme.(37) Ohne Geborgenheit wird dem Menschen die Begegnung mit dem Fremden nicht zur kreativen Stimulierung, sondern zur beängstigenden Bedrohung und damit zur Blockade. 
Durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit entwickelt der Mensch sein Sicherheitsbedürfnis. Abenteuertrieb und Sicherheitsbedürfnis stehen im Gegensatz zueinander. Ein Mensch, der ohne Liebe und Geborgenheit aufwächst, erfährt den Anderen oft als Bedrohung. Er erleidet das Gefühl von Minderwertigkeit und entwickelt ein starkes Geltungsbedürfnis. Menschen ohne die innere Geborgenheit, ohne den inneren Frieden, sind ruhelos und verbreiten so Unruhe. Von Angst bestimmte Menschen sind krank und machen andere krank.(38)
Der Fremde erlebt auch die Fremde als Heimatlosigkeit oder Verlorenheit. Ein Mensch ohne eine Heimat hat keine Wurzeln. Ihm fehlt die Geborgenheit des Vertrauten. Friedrich Nietzsche schreit das Empfinden des Fremden hinaus mit dem Satz „weh dem der keine Heimat hat.“(39) Diese Verlorenheit treibt den Menschen zu einer intensiven Suche nach festen Bezugspunkten. Deswegen neigen Immigranten im neuen Umfeld auch dazu, in der Erinnerung einer gloriosen Heimat zu leben. Das Negative verblasst und zurück bleibt eine romantische Sehnsucht nach einer verloren heilen Welt. Der Türke wird in Deutschland dann türkischer als in der Türkei und der Deutsche in Brasilien deutscher als in Deutschland.
Die Kinder dieser Immigranten jedoch haben es unendlich schwerer. Eines dieser drückt es so aus: Wir haben keine Heimat, nur unsere Gedanken. Unseren Eltern bleibt die Sehnsucht, uns nicht einmal das.(40) Die Internationale Begegnung hat eine Unzahl dieser zwischen den Kulturen zerrissenen Menschen hervor gebracht. Das von der unbestimmten Sehnsucht nach einer nicht erfahrenen Heimat gequälte Third Culture Kid (TCK)(41) ist in unseren Schulen keine Ausnahme mehr.
Die durch die Globalisierung verursachte Nähe des „Fremden“ stellt das „Eigene“ in Frage. Diese grundsätzliche psychologische Bedrohung löst bei vielen Menschen Angst aus. Filme aus Hollywood werden im arabischen Umfeld gezeigt und untergraben die moslemische Kultur. Die Darstellung anderer Strukturen, Lebensprinzipien und Formen sind automatisch eine Rückfrage an die eigene Lebenssituation. Die Begegnung mit dem Fremden provoziert deshalb bei vielen Menschen einen Identifikationsverlust. Interkulturelle Erfahrungen wirken sich auf die unterschiedlichen Komponenten der Menschlichen Identität aus. Das Selbstbild, die Selbstwertgefühle und die Überzeugung, das eigene Handeln steuern zu können kommen in Krise.(42) Das Eintauchen in eine fremde Kultur führt zu Irritationen im zwischenmenschlichen Bereich, aber auch zu einer tiefen Verunsicherung der eigenen Person.(43) Diese Erfahrung wird Kulturschock genannt.(44)
Es ist die, aus der interkulturellen Begegnung erwachsenen Verunsicherung provozierte Angst, welche dann oft direkt in die scheinbare Sicherheit des kulturellen Fundamentalismus führt. So entstehen Ghettos der Migranten und Ausländer. Dort wahren sie eine Illusion einer ihr gehörigen Welt, mit eigener Sprache, eigenen Gebräuchen, eigenen Gesetzen und einer eigenen Gerichtsbarkeit. Dieser Reflex ist immer wieder zu beobachten. Das Festhalten an der traditionellen Kultur ist keine Hilfe zur Existenzbewältigung in der völlig anderen Daseinssituation. Es ist auch unmöglich die Ursprungskultur zu erhalten, sondern diese durchläuft in der Auseinandersetzung mit der Gastkultur eine ständige Veränderung. Dieser Verlust wird als reales Leiden erlebt.
Es ist aber nicht nur der Migrant, der Fremdheit erlebt, sondern auch der bodenständige im festen Umfeld verwurzelte Mensch. Sein zugezogener Nachbar ist so anders. Der Fremde über den Gartenzaun, der die Sprache so schlecht spricht, der sich anders kleidet, der die Kinder anders erzieht, ist Grund für Verunsicherung. Alles Fremde kann Angst machen. So kommt es häufig zu einer Ausgrenzung der Zuwanderer und treibt diese immer weiter in die Isolierung und Fremdartigkeit hinein. Fremdheit wird nicht durch physische Nähe und dem wahrnehmen des Anderen überwunden. Fremdheit verwandelt sich nur durch interaktive Beziehung in Vertrautheit. Das geschieht durch die Begegnung von Mensch zu Mensch. Deswegen ist die Integration nicht institutionell machbar. Institutionelle staatliche Bemühungen sind in der Regel gescheitert. Diese können höchsten eine Basis zur Begegnung schaffen, aber niemals die zwischenmenschliche Begegnung ersetzen.


1 Frank Kürschner-Pelkmann, Die globale Krise – eine Krise der Globalisierung, im Jahrbuch Mission 1999 Glaube und Globalität (Missionshilfe Verlag, Hamburg: 1999)51
2 Dieser Begriff wurde von Benjamin Barber durch den Titel seines Buches Jihad versus McWorld geprägt. Benjamin Barber, Jihad vs. McWorld. How Globalism and Tribalism are Reshaping The World. (Ballantine Books, New York: 1995)
3 Bernd Wagner, Hrg., Kulturelle Globalisierung – Zwischen Weltkultur und kultureller Fragmentierung (Klartext Verlag, Essen:2001)11
4 Peter Garber im IMF Economic Forum, Living with private capital flows veröffentlich im IMF Survey, Volume 32, Nr. 22 vom 15. 12.2003, (International Monetary Fund, Washington D.C.)368
5 World Commisssion on the Social Dimension of Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO Publications, Geneva: 2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.2
6 Giandomenico Picco u.A., Brücken für die Zukunft – Eine Initiative von Kofi Annan, deutsche Ausgabe durch die Stiftung für Entwicklung und Frieden, (S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M.:2001)20
7 Richard Sennett, Die Kultur des neuen Kapitalismus (BvT, Berlin: 2007)107
8 Baudrillard, Jean mit Romain Leick, Interview: Das ist der vierte Weltkrieg in: Spiegel. November 30, 2002.
9 World Commisssion on the Social Dimension of Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO Publications, Geneva: 2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.1
10 World Commisssion on the Social Dimension of Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO Publications, Geneva: 2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.3
11 World Commisssion on the Social Dimension of Globalization, Facts and Figures on Globalization (ILO Publications, Geneva: 4. August 2002)
12 Nach dem WHI (Welt Hunger Index) Bonn, Washington D. C., Dublin Oktober 2009,  http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/media/pdf/WHI/Welthunger-Index-2009.pdf
13 ILO Beschäftigungsbericht 2001 in ILO-Nachrichten 1-2001, (ILO-Vertretung, Bonn)1
14 World Commisssion on the Social Dimension of Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO Publications, Geneva: 2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.3
15 Baudrillard, Jean mit Romain Leick, Interview: Das ist der vierte Weltkrieg in: Spiegel. November 30, 2002.
16 Norman Stone, Wer der Türkei an den Kragen will in Frankfurter Allgemeine Zeitung. November 22, 2003
17 Peter Neuling, Die acht Wohlstandsgesetze (Amaletha Signum Verlag, Wien: 2007)147
18 Der „Estado de São Paulo“ ist mit 36 350 000 das bevölkerungsreichste  Bundesland de Brasilianischen Föderativen Republik. Es darf nicht mit seiner gleichnamigen Hauptstadt verwechselt werden.
19 Editora Abril, Almanaque Abril – Brasil 2001 (Editora Abril, São Paulo: 2001)116
20 Günter Schucher,  Chinas neues Arbeitsvertragsgesetz – Stärkung der Schwachen oder nur Beruhigungspille? in China aktuell 4/2006, Seite 59; GIGA Institute of Asian Studies (GIGA Institut für Asien-Studien) Hamburg
21 Die Angaben entsprechen dem Stand vom 31.12.2002, Quelle Statistisches Bundesamt Deutschland, 2004, Webseite  destatis.de/cgi-bin ,Tabelle: Bevölkerung nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit.
22 Quelle Statistisches Bundesamt Deutschland, 2004, Webseite destatis.de/cgi-bin , Tabelle: Räumliche Bevölkerungsbewegungen (Wanderungen) zwischen Deutschland und dem Ausland Stand: 1.10.2003
23 Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2002, Wanderungen über Gemeindegrenzen nach der Staatsangehörigkeit.
24 U.S. Census Bureau, Statistical Abstract of the United States: 2003, Population, Tabelle No.5 und 7  
25 Eidgenossenschaft Schweiz, Bundesamt für Statistik, Neuchatel
26 Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Migrationsbericht 2007, 6.2, http://www.bamf.de/cln_092/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/Migrationsberichte/migrationsbericht-2007,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/migrationsbericht-2007.pdf
27 Unhcr Veröffentlichung,  Nachrichten vom 24.April 2004,  http://www.unhcr.ch/cgi-bin/texis/vtx/statistics (UNHCR, Genf: 2004) The Office of the United Nations High Commissioner for Refugees (Unhcr) was established on December 14, 1950 by the United Nations General Assembly.
28 Unhcr Veröffentlichung, Executive Committee, 17. meeting EC/50?SC/CRP.10 (UNHCR, Genf:2000)2
29 Unhcr Veröffentlichung, Refugees by numbers - edition 2003 (UNHCR, Genf: 2003)10
30 Hermann Kinder, Werner Hilgermann, Hrsg., dtv-Atlas zur Weltgeschichte – Karten und chronlogischer Abriss 23. Aufl. 1989 (dtv, München: 1989)221
31 Julia Kristeva, Fremde sind wir selbst (Suhrkamp, Frankfurt a.M.: 1990)
32 Giandomenico Picco u.A., Brücken für die Zukunft – Eine Initiative von Kofi Annan, deutsche Ausgabe durch die Stiftung für Entwicklung und Frieden, (S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M.:2001)11
33 Verfasser unbekannt No one Lyriks, auf der Musik CD John Denver, foreever, John (BMG Entertainment: 1998) hit 6
34 Erol Yildez, Fremdheit und Integration (Domino BLT, Bergisch Gladbach: 1999)52
35 Philipp Hauenstein, Mittendrin – und doch am Rande (Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, Erlangen: 2002) 28
36 Lawrence J. Crabb, Die Last des anderen (Brunnenverlag, Basel Giessen: 1977)57
37 Myron Loss, Culture Shock (Ligth and Life Press, Winona Lake:1883)47
38 Wolfgang Schmidtbauer, Lebensgefühl Angst (Herder, Freiburg, Basel, Wien: 2005)17ff
39 Friedrich Wilhelm Nietzsche, Vereinsamt (1887)
40 C. Hernando, Wo liegt unsere Sehnsucht,  in F. Biondi et. Al. Hrsg., Zwischen Fabrik und Bahnhof, (Con Edition, Bremen: 1981)162
41 David E. Pollock, Ruth van Reken, und Georg Pflüger, Third Culture Kids: Aufwachsen in mehreren Kulturen 
42 Astrid Erll, Marion Gymnich, Interkulturelle Kompetenzen (Klett, Stuttgart:2007)64
43 Annekatrin Hoppe, So war ich nicht, so bin ich nicht! Vom Einfluss des kulturellen Umfelds auf die eigene Identität in Dagmar Kumbier, Friedemann Schulz von Thun, Interkulturelle Kommunikation: Methoden Modelle, Beispiele (Rowohlt, Reinbeck b. Hamburg: 2006)175
44 Astrid Erll, Marion Gymnich, Interkulturelle Kompetenzen (Klett, Stuttgart:2007)67-69