Gedanken zum Roemerbrief 5 Kapitel 9-11
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Gedanken zum Roemerbrief 5
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Montag, 8. Oktober 2012
Urbanisierung und Mission
Die
Verstädterung der Welt
Die heutige Welt ist die Welt
der Städte. Bereits heute lebt die Mehrheit der Menschheit in Städten. Damit
sind die urbanen Zentren zur größten Herausforderung für die missionarische
Arbeit im 21. Jahrhundert geworden. Die Metropolen sind die Orte der vom
Evangelium Unerreichten. In den Städten ist Reichtum und Armut, Wohlstand und
Misere auf engsten Raum miteinander verquickt. Die Welt von heute ist nicht
ohne die riesigen Ballungszentren zu denken.
Zu Beginn der modernen Missionsbewegung vor 200
Jahren war die Welt ein fast ausschließlich ländlicher Planet. Seitdem hat eine
massive Urbanisation eingesetzt (Zimmermann 2000: 13f). Wir leben heute auf
einem Planeten der Megastädte. Die erste Megastadt Peking hat im Jahre 1770 die
Millionen-Marke überquert. London und New York folgten um 1900. Hochrechnungen
der Vereinten Nationen für das Jahr 2015 sprechen von 21 Megastädten mit
wenigstens 10 Millionen Menschen. Es wird geschätzt, dass um 2050 bereits 80%
der Weltbevölkerung in Metropolen leben wird (Stetter 2004). Bereits heute gibt
es über 400 Millionenstädte mit einer Bevölkerung von mehr als 1,8 Milliarden
Menschen (Reifler 2005: 527).
Städte sind die Zentren der Wirtschaft, der
Politik, der Kultur, der Macht und des Lebens überhaupt geworden (Sassen 1997:
37f). Sie sind aber auch gleichzeitig die Stätten der Gewalt, der Verzweiflung,
des Elends, des Hungers, der Arbeitslosigkeit, der Krankheit und des Todes
(Bakke: 27f). Bettler, Stadtstreicher, Straßenkinder und Jugendcliquen gehören
in der Regel zur Großstadtkulisse (Breckner 1993: 15). Die Vermassung führt
gleichzeitig zur Vereinsamung vieler, so dass die Stadtbewohner wenig gemein
haben und in einer Anonymität und Ignoranz nebeneinander leben. (Korff 1996:
320). Der Verlust der kulturellen Bindungen und der einheitlichen ethischen
Maßstäbe hat weltweit mit einer starken Säkularisierung gepaart (Cox 1966), zu
einer informellen pluralistischen Spiritualisierung geführt (Grünberg 2001:
13f).
In der Stadt erreichen die Kirchen nur eine
geringe Zahl von Personen (Liedhegener 1997: 23). Deutsches konservatives
Christentum hat seine Basis in der Dorfkultur. Die Realität der Entkirchlichung
zeigt, dass es in Deutschland nicht gelungen ist, das Evangelium von Christus
relevant in den Städten zu verkündigen (Höhn 1999: 48). Die „Kirche ist im Dorf
geblieben“ und das Christentum atmet Dorfluft (Kehrer 1991: 51). Wenn es nicht
gelingt, den missionarischen Auftrag unter den Menschen der Stadt
durchzuführen, wird die Kirche in ihrem großen Auftrag scheitern (Bakke 1990:
41).
Die meisten
evangelikalen deutschen Missionare sind in Dörfern und Kleinstädten
aufgewachsen. Um einen effektiven und relevanten Dienst in der Welt zu tun,
müssen sie in der Lage sein, die Stadt und ihre Bewohner zu verstehen (Conn
2001: 23-29).
Statistische Daten zur
Urbanisierung(1)
Urbanisierung der Welt in % nach Kontinenten
|
|
1950
|
1960
|
1970
|
1980
|
1990
|
2000
|
2005
|
|
2010
|
2020
|
2030
|
|
Welt
|
29,5
|
32,9
|
36
|
39,2
|
43,2
|
47,1
|
49,3
|
|
51,3
|
55,9
|
60,8
|
|
Afrika
|
14,9
|
18,6
|
23,2
|
27,5
|
31,9
|
37,1
|
39,7
|
|
42,4
|
47,8
|
53,5
|
|
Asien
|
16,6
|
19,8
|
22,7
|
26,3
|
31,9
|
37,1
|
39,9
|
|
42,7
|
48,5
|
54,5
|
|
Europa
|
51,2
|
56,7
|
62,9
|
68,6
|
71,5
|
72,7
|
73,3
|
|
74,2
|
76,6
|
79,9
|
|
Lat. Amerika
|
41,9
|
49,3
|
57,4
|
64,9
|
71,1
|
75,5
|
77,6
|
|
79,4
|
82,3
|
84,6
|
|
Nd. Amerika
|
63,9
|
69,9
|
73,8
|
73,9
|
75,4
|
79,1
|
80,8
|
|
82,3
|
84,8
|
86,9
|
|
Ozenanien
|
60,6
|
65,9
|
70,6
|
71,1
|
70,1
|
72,7
|
73,3
|
|
73,7
|
74,2
|
74,9
|
(Quelle: United Nations 2001)
Das Beispiel Sao Paulo
Um die erlebte
Realität der Urbanisierung der Welt darzustellen möchte ich nun das Beispiel
von Sao Paulo, Brasilien aufgreifen. Sao
Paulo ist heute die größte und wichtigste Stadt Südamerikas und damit gehört
sie zu den mächtigsten Metropolen unserer Erde (Sassen 2000: 17). Sie wurde
1554 von dem Jesuitenpater José Anchieta gegründet. Auf einer klimatisch
günstigen Hochterrasse 800 m über dem Meer gelegen, wurde Sao Paulo zum
wichtigsten Ausgangspunkt zur Erschließung des brasilianischen Inlands. Die
wirtschaftliche Bedeutung Sao Paulos begann mit dem Kaffeehandel zum Ende des
19.Jahrhunderts. Das Wachstum war dann schnell und in den letzten 40 Jahren
erschreckend. (Faber 1981: 149-151) In Groß Sao Paulo lebten:
1900 - 100 000 Menschen
1930 - 1 000 000 Menschen
1960 - 3 000 000 Menschen
1975 - 10 000 000 Menschen
2005 – 22 000 000 Menschen(2)
Als wichtigster
Handelsplatz Brasiliens entwickelte sich die Metropole zur Megastadt. Die Nähe
zum internationalen Hafen in Santos erschloss Sao Paulo für die Weltmärkte. Das
Wachstum hat seine Ursache in dem Angebot vieler und gut bezahlter
Arbeitsplätze durch die der Konzentration der Industrie im Großraum Sao Paulos.
Die Universität von Sao Paulo (USP) gilt als die beste Lateinamerikas. Während
der Industrialisierung Brasiliens war der Standort Sao Paulo wegen den hoch
qualifizierten Universitätsabgängern der innovative Motor des Landes.
Begünstigt durch das gute und gesunde Klima siedelten Europäer gerne dort. Die
Stadt hat alle Angebote an kulturellen Veranstaltungen auf dem höchsten
Qualitätsniveau. Das alles gab der Metropole eine Attraktivität die eine hohe
Zugwirkung auf die Bevölkerung des Inlandes hat.
Durch die
Industrialisierung der Landwirtschaft wurden viele Arbeitsplätze auf dem Land
abgebaut. Tausende Arbeiter der Plantagen verloren durch die Maschinen ihre
Existenzgrundlage. Diese Situation schob viele ungelernte Arbeitskräfte in die
Städte. Sao Paulo wuchs unkontrolliert durch die innerbrasilianischen Migration.
Viele Männer fanden in der Baubrache eine bezahlte Tätigkeit. Andere Menschen
waren nicht darauf vorbereitet, in einer hochmodernen Industriestadt eine
Existenzgrundlage zu finden. Die Erwartungen der Menschen an die Stadt wurden
in vielen Fällen bitter enttäuscht. (Hall 2000:17)
Die soziale Schere klappt weit auseinander.
In Brasilien leben die Reichsten 10% mit 47% des BIP – und die Ärmsten 10%
leben mit 0.9% des BIP. Es besteht die Gefahr, dass der technische Fortschritt
die Kluft zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen nur noch vergrößert (Hall
2000:21). In Lateinamerika liegen 90%
der armen Haushalte in urbanen Gebieten. Die Favelas wachsen.
Die Städte Brasiliens haben große Probleme:
Jeder 3. Haushalt besteht aus einem Alleinerziehenden, sie haben die größte
Mordrate der Welt, es gibt mehr Straßenkinder als in anderen Ländern;
Alkoholismus, Drogenmissbrauch und Gewalt in der Familie sind für viele
Menschen an der Tagesordnung (Hall 2000:25). Der Kampf des Überlebens hat brutale Formen angenommen. Täglich sterben
im Großraum Sao Paulos 36 Menschen durch Gewalt. Neben vielen anderen Problemen
ist der sexuelle Missbrauch von 43% der brasilianischen Mädchen ein Faktor, der
stark belastet.
Der Verkehr ist ein undurchdringliches Chaos.
Kilometerlange Staus machen den Weg zur Arbeitsstelle zu einem zermürbenden
Nervenkrieg. Das Benutzen der überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel löst mehr
Adrenalinschübe aus, als jedes Videogame. Der Geräuschpegel überfordert die
Nerven und die schnell wechselnden grellen Lichter der Reklame lassen die Augen
niemals zur Ruhe kommen. Hektik und Stress sind immer präsent.
Die Abgase der Fahrzeuge machen das Atmen
schädlicher als das Rauchen. Schreiendes menschliches Elend ist immer sichtbar.
Das bettende Kind an der Straßenecke, der im Drogenrausch randalierende
Jugendliche, die junge Mutter mit den drei unterernährten Kindern am Rock an
der Straßenecke hockt sind Teil des täglichen Szenariums.
Die Fragmentierung der Stadt
Nach Lothar
Käser sind Kulturen Strategien zur Daseinsbewältigung (Käser 1997: 37). Sie
sind die Voraussetzungen des Überlebens einer ethnischen Einheit. Die Kultur
ermöglicht einer ethnischen Einheit durch die Erhaltung des inneren
Zusammenhalts das Überleben im Daseinskampf. Nach Wilhelm Mühlmann ist Kultur
die Gesamtheit der typischen Lebensformen einer Gesellschaft, einschließlich
der sie tragenden Geistesverfassung, insbesondere der Werteinschätzung.
(zitiert bei Thiel 1983:8).
Jede Stadt ist
eine Einheit mit einer gewissen Basiskultur. Sprache, Wirtschaft, Gesetze,
Regeln, Transport, Unterhaltung, Baustiel, Essensgewohnheiten und vieles andere
mehr geben jeder einzelnen Stadt ihr spezielles Gepräge und ihren speziellen
Flair. Bei den Tausenden von Städten in dieser Welt ist doch jede einzelne
speziell und einzigartig. So unterscheidet sich Hamburg von Frankfurt, Sao
Paulo von Istanbul und Paris von Bangkok. Diese tragende Kultur ist die
Strategie der Daseinsbewältigung und wird entscheidend geprägt von der
vorherrschenden Religion, dem Klima, der politischen Bedeutung und den
vorhandenen Erwerbsmöglichkeiten. Diese Basiskultur hilft den Menschen als
Einheit zu Überleben.
Die
Globalisierung der Wirtschaft stellt die einzelnen Städte rund um die Welt in
einen direkten Konkurrenzkampf zueinander. Städte gewinnen und verlieren dabei.
Wie eine Stadt sich nun dabei durchsetzten kann, beeinflusst die Lebensrealität
aller ihrer Bewohner. Der Reichtum einer
Stadt und damit der Wohlstand seiner Bürger hängt von ihrer Rolle in der
Weltwirtschaft ab. Es gibt privilegierte und unprivilegierte Städte. (Sassen 2000:32) Durch die Verschiebung der
Arbeitsplätze verschieben sich auch die Menschen. So ist nun jede Stadt heute
multiethnisch.
Die tragende
Kultur einer Stadt garantiert deshalb nicht den inneren Zusammenhalt aller in
ihr lebenden Menschen. Sie ermöglicht nicht immer das Überleben einzelner
Bevölkerungssegmente. Innerhalb der Stadt gibt es privilegierte und
unprivilegierte Gruppen (Sassen
2000:32). Deshalb schließen sich die verschiedene Gruppen von Menschen
zusammen um spezielle und eigene Strategien der Daseinsbewältigung innerhalb
der Gesellschaft zu bilden. Diese Fragmente sind Subkulturen. Rüdiger Korff
sagt: Die Städte sind der Ort, wo globale
Integration zu lokaler Fragmentierung wird. (Korff 1996: 320) Subkulturen
sind innerhalb einer gemeinsamen
Basiskultur unterschiedliche Strategien der Daseinsbewältigung. Sie bilden sich
in und aus allen sozialen Schichten und Klassen und sind unterschiedlich stark
ausgeprägt.
Je größer die Stadt ist, desto wichtiger wird
für den einzelnen Menschen die Subkultur. Der Mensch ist ein soziales Wesen und
braucht erlebte Zugehörigkeit. Nur in einer überschaubaren Bezugsgruppe, in
einem Klan oder Stamm bekommt das Individuum seinen Wert und seine
Orientierung. In einer Stadt zerfällt die Bevölkerung in unzählige Subkulturen.
Diese Extreme Vielfalt fasziniert und bedroht zugleich. (Grünberg 2001:14)
In der Soziologie wurde der Begriff „Urban
Tribes“ geprägt. Je größer eine Stadt ist, desto geringer wird für den
einzelnen Menschen die Bedeutung der Basiskultur und die Integration in die
Subkultur eine Frage des emotionalen Überlebens. In einer Megastadt wie Sao
Paulo, ist Zugehörigkeit zur Subkultur eine Frage der Existenz überhaupt. Karl
Homuth erklärt, dass die Pluralisierung
von Lebensstilen ein Teil tief greifender Marginalisierungsprozesse ist, weil
sie die soziale und individuelle Desintegration verstärkt. (Homuth
1988:140) Korff beschreibt die Herausforderung der Stadt: Das Konfliktpotential der modernen Verstädterung ist ihr
Integrationspotential. Konsens, Diskurs und kommunikatives Handeln implizieren
selektive lokale, d.h. begrenzte und abgegrenzte Vergemeinschaftungen, die in
sich einen fundamentalistischen Keim tragen können. (Korff 1996: 321)
Festzustellen ist, dass in einer Stadt die
Bevölkerung in unzählige Subkulturen zerfällt. Geprägt werden diese Gruppen
durch ethnische Herkunft, wirtschaftlichen Standart, Bildung,
Wirtschafszweigen, Wohngegenden und anderer tausender Faktoren zu denen auch
Musikgeschmack, Sport, Sexualverhalten und alles was menschliches Leben
ausmacht gehören. Einzelne Menschen können dabei gleichzeitig verschiedenen
unterschiedlichen Subkulturen angehören.
Die Subkultur, die konkrete soziale
Bezugsgruppe, gehört unweigerlich zur Stadtkultur. Man kann beobachten, dass je
größer die Stadt ist, desto kleiner wird die Bezugsgruppe des Einzelnen. Linda
Reisch erklärt die Ursache dafür auf Grund der Stadtdefinition: „Die Stadt ist die Siedlungsform, die die
Begegnung einander fremder Menschen wahrscheinlich macht.“ mit der Aussage:
In er Angst vor dem Fremden wird die
Isolation zur Oase. (Reisch 1988:33/34) Eine andere Bezugsgruppe, eine
andere Subkultur wird als das Fremde erlebt.
So entstehen auch Randgruppen. Eine
Randgruppe ist eine Subkultur, die sich in ihrer Lebensgestaltung außerhalb der
von der Basiskultur akzeptierten Standards gestellt hat.
Mit anderen Worten Randgruppen sind
Subkulturen, die von der Mehrheit der tragenden Gesellschaft abgelehnt werden.
Randgruppen sind Teil der Bevölkerung. Sie sind integriert und doch
ausgestoßen, so wie die organisierte Kriminalität, Prostituierte oder Drogenabhängige.
In Urban 21 werden sie wie folgt beschrieben: Sie leben in en Städten, aber gehören nicht wirklich zu ihnen: Sie
haben weder gesellschaftlichen Status, noch wirtschaftliche Macht, nur zu oft
werden sie von den Behörden schikaniert und als Störfaktor in der Stadt
behandelt. (Hall 2000:33)
Manche Randgruppen stellen sich bewusst gegen
die Basiskultur. Dann sprechen wir von Gegenkulturen. Terroristische
Vereinigungen sind Gegenkulturen. Ebenso können religiöse Gruppen, die sich
bewusst und intentional gegen die vorherrschende Kultur wenden und diese durch
eine andere ersetzen wollen, als Gegenkulturen bezeichnet werden. Gegenkulturen
können aktiv in einem Verantwortungsbewusstsein für das Ganze in die
Basiskultur eingreifen oder passiv eine ghettohafte Lebensform des Rückzugs und
der Isolierung in der Ablehnung der Verantwortung für das Ganze ihr Leben
gestalten.
Eine jede Stadt produziert Subkulturen,
Randgruppen und Gegenkulturen. Wenn man in und mit einer Randgruppe eine
Gemeinde zu gründen will ist es notwendig eine spezielle Kulturanalyse zu
machen. Das heißt eine spezielle Sprache zu lernen, den Ehrenkodex zu kennen,
spezielle Verhaltensmuster zu folgen und den Wertsyntax zu verstehen.
Wie stellt sich nun in der Stadt die
christliche Gemeinde dar? Ist sie Subkultur? - Oder Randgruppe? - Oder
Gegenkultur? – oder was? In der postchristlichen Gesellschaft ist die
Gemeinschaft der Glaubenden nicht der Träger der Kultur. Bei einer Gemeindegründung
in der Stadt geht es auch um die Frage, was sie denn erreichen soll. Will die
Gemeinde ein weiterer Faktor der Fragmentierung oder ein Platz der Integration
sein? Soll sie Sub- oder Gegenkultur
sein, oder legt sie sich bewusst als Randgruppe fest?
Wenn wir nun mit
marginalisierten Menschen, eine Gemeinde bauen, besteht die Gefahr eine
Gemeinschaft zu bilden, die als eine Gegenkultur im Gettodasein existiert. Eine
Randgruppengemeinde besteht aus Menschen, die von der Basiskultur bereits
ausgegrenzt werden. Sie ist dann sowohl von der Basiskultur als auch von den
anderen Randgruppen isoliert. Damit ist ihr die Chance einer realen missionarischen
Präsenz in der Gesellschaft genommen und hat somit die Sendungsaufgabe der
Gemeinde Christi preisgegeben. Trotz missionarischer Aktivitäten erreicht sie
die Menschen nicht. Sie sieht sich nicht als Rettungskreuzer für die an sich
selbst zugrunde gehenden Menschen, sondern als die paradiesische Insel der
gestrandeten Geretteten.
1 United Nations Secretariat, Department of
Economic and Social Affairs, Population Division, World Urbanization Prospects
– The 1999 Revision (United Nations Publication, 2001)
2 Die Werte sind
Schätzungen. Dabei sind alle Menschen erfasst, die in der Metropole leben und
arbeiten. Manche sind nicht registriert, andere haben einen offiziellen
Wohnsitz in einer anderen Stadt. Genaue Zahlen liegen nicht vor.
Samstag, 6. Oktober 2012
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Estudo biblico - sobre a a COMPREENSÃO DO HOMEM Parte 7
COMPREENSÃO DO HOMEM Parte 7
IV. A QUEDA DO HOMEM
Conteúdo:
A. A possibilidade
de pecar
a)
A promessa da
aliança
b)
A condição da
aliança
c)
O julgamento no
caso da violação da aliança
d)
A previsão do
cumprimento da aliança
e)
A única
possibilidade de pecar
B. A possibilidade
de tentação do homem
a)
A livre vontade
do homem necessitava da possibilidade de decisão
b)
A comunhão do
amor precisava estar baseada na livre e espontânea vontade
c)
A obediência
constitui a condição moral para se governar
d)
A tendência santa
do homem precisava ser aprovada, a fim de se transformar em caráter santo
C. A pré-história
da queda
D. A tentação
a)
A dúvida da
palavra de Deus
b)
A negação da
palavra de Deus
c)
A palavra de
Satanás
E. A queda
IV. A QUEDA DO HOMEM
Uma das mais bonitas promessas da Bíblia mostra também a queda.
(Sl. 125:1) – Os que confiam no Senhor e não cairão.
O homem (Adão) não confiou em Deus e caiu. Contudo, dentro da humanidade
caída, ainda podemos ouvir o chamado de Deus ao arrependimento.
(Ap. 2:5) – “Lembra-te, pois, de onde caíste.”
O homem caiu fora da comunhão com Deus.
A) A POSSIBILIDADE
DE PECAR
Deus estabeleceu uma Aliança com Adão. Esta aliança regulamentou o
relacionamento de comunhão entre Deus e Adão. Esta aliança tinha uma promessa e
uma condição.
a)
A promessa da Aliança
(Gn. 2:17) – Vida eterna
O objetivo de Deus era a vida eterna numa comunhão perfeita com o
homem. Esta comunhão é a mesma existente entre Deus Pai e Deus Filho, Jesus.
(Veja Gn. 3:22-24).
b) A condição da
Aliança
(Gn. 2:16-17) – Não comerás!
Deus deu uma ordem – “Não comerás da árvore do
conhecimento do bem e do mal.” Através desta ordem, Deus exigiu obediência e
confiança.
c)
O castigo na violação da Aliança
(Gn. 2:17) – “...certamente morrerás.”
A morte do homem, provocada pela desobediência, tem um amplo
significado. A morte espiritual é a separação entre Deus e o homem, enquanto
que a morte física é a separação entre a parte material e a parte não material
do ser humano.
d) Os pré-requisitos para
cumprir a Aliança
Adão era capaz de viver na Aliança com Deus. Ele vivia num ambiente
perfeito e tinha um corpo perfeito (Gn. 1:31; 2:15). Nem Adão, nem o lugar onde
viveu, foi envenenado pelo pecado. Adão também tinha uma tarefa e uma vocação
significativa (com sentido), as quais ocupavam o seu tempo.
(Gn. 2:15) –
“Tomou, pois, o Senhor Deus ao homem e o colocou no jardim do Édem para
cultivar e o guardar.”
Deus o advertiu da possibilidade de violação da Aliança. O homem
sabia que existia a possibilidade de pecar. Ele era capaz de identificar o seu
ponto fraco. Neste mandamento, era intenção de Deus dar muito mais ao homem, do
que tirar-lhe. Além, disso o homem não
estava só. Deus providenciou a Adão uma companheira que lhe era digna e idônea.
(Gn. 2:18) – “... uma auxiliadora que lhe seja idônea.”
Com isso, o homem vivia em comunhão com uma pessoa da mesma espécie.
A maior proteção para a Aliança era a comunhão com Deus. Deus viva
junto, em contato direto com os homens.
e) A única possibilidade
de pecar
A única possibilidade de pecar era a violação da Aliança. Somente a
desobediência ao mandamento do Senhor poderia provocar isso e o homem tinha a
possibilidade e a capacidade para tal.
B) A POSSIBILIDADE DE
TENTAÇÃO
Assim, surgem perguntas, tais como: Por que Deus deu ao homem um
mandamento, sabendo que na ausência deste, o homem jamais teria pecado? Por que
Deus plantou a árvore do conhecimento do bem e do mal no jardim? Por que Deus
criou o homem com a possibilidade de pecar? Por que? Por que? Por que?
As respostas a essas perguntas são encontradas apenas na natureza e
no destino do homem. O homem é um ser com uma personalidade moral. A
personalidade moral exige a liberdade de auto-determinação.
a)
A vontade livre do homem dependia da possibilidade de
decisão.
Deus criou o homem à sua imagem. O homem não foi criado para ser um
escravo ou simplesmente uma máquina ou uma marionete. Deus queria a decisão do
homem a favor dÊle. Por isso, Deus lhe deu uma personalidade à imagem de Deus.
A personalidade inclui a livre e espontânea vontade do homem. Logo, o ser
humano precisava da possibilidade de decisão. A vontade livre do homem
necessita da possibilidade de decisão.
b) O relacionamento de
amor necessita de uma base de liberdade.
O objetivo de Deus, em seu relacionamento com o homem,
era unir os dois através do amor. Deus não queria uma obediência fria e
mecânica, mas uma comunhão fundamentada no amor mútuo. Este amor daria origem
ao respeito mútuo.
O amor só pode nascer em liberdade. O amor não pode ser
ordenado. Logo, para possuir a
capacidade de amar, o homem precisava da possibilidade de não amar, Esta é a
razão pela qual Deus concedeu ao homem a liberdade de decisão.
c) A exigência moral para o governo é a
obediência.
O ser humano possui vocação para o governo. Ele deve
governar sobre a terra. O governo exige como pré-requisito a obediência. Como
uma pessoa pode governar sem ao menos conhecer como é a vida do governado?
d) A aptidão santa
precisava passar pela provação, a fim de se tornar um caráter santo.
O homem possuía uma aptidão santa, mas não era uma
pessoa santa. Para se tornar uma pessoa santa, com um caráter santo, ele
precisava ter a liberdade de decidir pela santidade. Somente através da livre e
espontânea escolha, ela poderia se tornar um ser santo.
O fato de Deus ter criado o homem como um ser livre,
com uma personalidade, com auto-determinação, com capacidade de amar, com
vocação para governar e ainda com uma aptidão santa, inclui a sua possibilidade
de livre escolha.
C) A
PRÉ-HISTÓRIA DA QUEDA DO HOMEM (UMA TEORIA)
O pecado já existia no universo bem antes do homem. A
existência do diabo – Satanás (Gn. 3:1 – a serpente), prova, isso. Sobre a
origem do diabo, não temos uma declaração clara na Bíblia. No meio da teologia
cristã, uma teoria é a mais aceita:
Satanás já estava no mundo antes da criação do homem.
Este fato é confirmado pela presença o diabo no Paraíso. Satanás, o pecado
invadiu o universo e por meio de Adão, a humanidade foi contaminada.
(Rm. 5:12) – “Portanto, assim como
por um só homem entrou o pecado no mundo, e pelo pecado a morte, assim também a
morte passou a todos os homens porque todos pecaram.”
O pecado surgiu de Satanás, antigamente conhecido como
Lúcifer (Portador da Luz), o qual é o príncipe das trevas. (Veja Ez. 28 e Is.
14.) ) seu pecado era, é e continua sendo “Eu quero !” A sua emancipação,
rebelião e independência caracterizam o pecado. Segundo Isaías 14, Lúcifer não
conseguiu atingir o propósito do seu coração. Ele lança estes pensamentos e
atitudes sobre o homem (Gn. 3:5). No fim dos tempos, este “pecado” se revela no
“homem do pecado”, na iniquidade (II Tes. 2:3), que é o Anticristo.
(II Tes. 2:4) – “o qual se opõe e se
levanta contra tudo que se chama Deus, ou objeto de culto, a ponto de
assentar-se no santuário de Deus, ostentando-se como se fosse o próprio Deus.”
Podemos ver que o método diabólico da tentação
continuou sendo o mesmo. A humanidade, separada de Deus, prossegue seu caminho,
escolhido por Adão, até o fim. Em palavras mais simples, Gênesis 3 relata este
fato histórico, a queda do homem. No Novo testamento, a queda do homem,
relatada no Velho Testamento, é confirmada (Jó 8:44; II Cor. 11:3; I Ti. 2:14;
Ap. 12:9;20:2).
O último Adão – CRISTO – passou pela mesma tentação,
mas venceu.
Antes da queda, o homem tinha as duas possibilidades –
de pecar ou não pecar. Na queda, ele perdeu a possibilidade de “não pecar”.
Antes da queda, Adão sabia o que era bom e o que seria
mal. Após a queda, Adão sabia o que era mal e o que seria bom.
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Zur Globalisierung
Die
Globalisierung ist die Herausforderung unserer Zeit. Wie können wir sie lebbar gestalten?
Unter
Globalisierung wird die zunehmende Verflechtung des politischen,
wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Lebens auf unserem Planeten Erde
verstanden.(1) Die Globalisierung wird an
durch die Internationalen Verbände und Institutionen deutlich. Der UNO gehören
alle Nationalstaaten außer dreien an. Die FIFA hat Fußballverbände aus allen
Ländern als Mitglied. Die Fußballweltmeisterschaft wird rund um den Globus
verfolgt. Das Olympische Komitee lädt alle Länder zu den großen sportlichen
Feiern ein. UNICEF und UNESCO kümmern sich um die Kinder und die Bildung in der
gesamten Welt. Die WHO verfolgt die Gesundheit der Weltbevölkerung. Die ILO
sorgt sich um die Arbeiter rund um den Globus. Dem IMF geht es um die
Finanzentwicklung in dieser Welt, in der auch die Weltbank mitmischt.
Dabei rücken
auch die Menschen in unserer Welt immer näher zusammen. Es gibt viele
zwischenmenschliche Beziehungen rund um den Globus. Die Menschen hören überall
die gleiche Musik und sehen die gleichen Filme. Sie flirten weltumspannend in
Chatrooms miteinander. Moderne Komunikations- und Verkehrsmittel haben die
Entfernungen für Handel und Geschäfte schrumpfen lassen. Es ist nichts
besonderes, dass man in der deutschen Stadt Frankfurt, in einem
niederländischen Kaufhaus, eine aus brasilianischer Baumwolle hergestellte, in Taiwan
genähte, amerikanische Markenjeans mit europäischen Geld bei einer iranischen
Verkäuferin erwerben kann. Die Firma Rittal aus dem Dorf Dietzhölztal hat ihre
Niederlassungen rund um den Globus verteilt. Nach einer schlecht geschlafenen
Nacht hat das Flugzeug uns nach São Paulo, Tokio oder Bombay gebracht. Mittels
Internet stöbern Studenten gleichzeitig in den Forschungsarbeiten der
Universitäten von Oxford, Jale, Moskau und Johannesburg herum. Fernsehkanäle
wie CNN und MTV sind rund um den Globus zu empfangen. Die Erde ist global
miteinander verbunden. In einem bayrischen Dorf werden die gleichen Soaps
gesehen, wie in den Favelas von Rio de Janeiro oder in den Flats von Manhattan.
Wenn man diese
kulturellen Erscheinungen ansieht, hat man den Eindruck, dass sich eine
Weltkultur entwickelt, die alles vereint. „McWord“(2) ist
Teil einer jeden Esskultur geworden. Bernd Wagner stellt fest: Durch die
Globalisierung von Ökonomie und Kommunikation entsteht zunehmend eine weltweite
Kultur ohne nationale Schranken mit universellen Bilderwelten und gleichen
Mustern vor allem von Popularkultur.(3) Das ganz normale
Leben eines jeden Menschen hat heute eine globale Dimension. Dieses ist, egal
ob man es gut oder schlecht findet, ein Fakt. Das gilt genauso für den deutschen
Geschäftsmann, wie für den afrikanischen Bauer, für den pferdezüchtenden
Tataren und den Samba tanzenden Brasilianer. Der Kontext, auf dem sich das
menschliche Leben des 21. Jahrhunderts abspielt, ist die globale Bühne.
Die
Globalisierung ist eine Tatsache, der wir ins Auge sehen müssen. Es geht nicht
darum, ob man für oder gegen die Globalisierung ist. Sie geschieht einfach.
Seit den großen europäischen Entdeckungsfahrten zu Beginn der Neuzeit ist die
Globalisierung ein fortschreitender Prozess. Im Verlauf der Jahrhunderte haben
sich Länder vereinigt und Staatenbünde sind entstanden, sodass nach dem 2.
Weltkrieg nur noch zwei große politische Blöcke gab. Durch den Zusammenbruch
des sozialistischen Imperiums vor 20 Jahren, gibt es keine zwei rivalisierenden
Machtblöcke mehr. Seit dem geht es in der Welt um Einheit und wer nun hierbei
das globale Sagen hat. Die Welt ist in diese Situation unvorbereitet hinein
gestolpert. Die wirtschaftlichen Konsequenzen hat man nicht absehen können.
Peter Graber von der Deutschen Bank beschreibt dieses so:
Vor fünfzehn
Jahren gab es zwei isolierte Planeten die sich um die Sonnen drehten. Der eine
hatte drei große kapitalreiche Regionen – Europa die Vereinigten Staaten und
Japan – und eine Peripherie von kleinen Staaten in denen mehr oder weniger
Vollbeschäftigung existierte und wo durch gesunde Wechselkurse eine Mobilität
des Kapitals herrschte. Der andere Planet war die kommunistisch, sozialistische
Welt, die einen großen Haufen an Arbeit mit falscher Planung und Zuteilung und
mit wertlosen Kapital hatte. Und plötzlich wurden beide in eine einzige große
globale Marktwirtschaft gezwängt. Das hat ein System mit einer massiven
globalen Arbeitslosigkeit geschaffen.(4)
Dieser plötzliche Zusammenschluss der Welt zu einem
einheitlichen Wirtschaftssystem nach amerikanischem Muster hat für alle Länder
weiter gehende Folgen. Dazu nimmt die World Commisssion on the Social Dimension
of Globalization in ihrem Bericht Stellung:
Durch neue,
von offeneren Politiken gestützte Technologien ist eine Welt entstanden, die
enger denn je verflochten ist. Das bewirkt nicht nur eine wachsende
Interdependenz im Bereich der Wirtschaftsbeziehungen – Handel Investitionen,
Finanzen und die weltweite Organisation der Produktion -, sondern auch die
soziale und politische Interaktion von Organisationen und Einzelpersonen in
aller Welt. Die möglichen positiven Auswirkungen sind immens.(5)
Doch gleichzeitig wird ein enormes
Konfliktpotenzial deutlich. Die Uno muss bekennen:
Die Welt, gezwängt in ein ökologisches, finanzielles,
kommerzielles und elektronisches System, war niemals so entzweit wie heute in
Hinblick auf Macht Reichtum, Einfluss und Zugang zu Informationen und Gütern.
... Die Realität der sogenannten Echtzeit-Kommunikation, die Möglichkeit ohne
Zeitverzögerung weltweit zu kommunizieren und grenzenloser Gemeinschaft hat
zugleich die tiefe Kluft, ja sogar Diskriminierung sichtbar gemacht, die in
enger territorialen Nachbarschaft koexistieren.(6)
Schon seit jeher war es so: An der Spitze jeder sozialen Ordnung entstand
großer Reichtum. Diese Realität wird auch in der jetzigen Zeit
deutlich.(7) Dort wo die Macht ist, konzentriert sich Reichtum oder in
der Antithese, der Machtlose ist arm. Jean Baudrillard hat diese Art
Globalisierung scharf kritisiert. Es ist besonders die Gewalt und die
menschenverachtende Art und Weise wie sie sich gestaltet, welche er kritisiert.
In einem Interview mit dem Spiegel äußerte er sich so:
Globalisierung beruht, wie früher der
Kolonialismus, auf einer ungeheuren Gewalt. Sie schafft mehr Opfer als
Nutznießer, auch wenn die westliche Welt mehrheitlich davon profitiert. ...
Sie wird angepriesen wie der Endpunkt der Aufklärung, die Auflösung
aller Widersprüche. In Wirklichkeit verwandelt sie alles in einen
verhandelbaren, bezahlbaren Tauschwert. Dieser Prozess ist extrem gewaltsam,
denn er zielt auf eine Vereinheitlichung als Idealzustand ab, in dem alles
Einzigartige, jede Singularität, mithin auch jede andere Kultur und letztlich
jeder nichtmonetäre Wert aufgehoben würden(8).
Die Ethik
der wirtschaftlichen Globalisierung
In der
Globalisierung liegt eine großes Potenzial für eine Verbesserung der
Lebensbedingungen. Dabei ist jedoch die Grundfrage nach welchen ethischen
Prinzipien der Prozess durchgeführt wird. Eine globale Wirtschaft, die ihren
Machtkampf, ohne Spielregeln in der Arena der freien Marktwirtschaft austrägt,
führt unweigerlich zu einer weltweiten Misere. Deshalb fordert die World
Commisssion on the Social Dimension of Globalization eine Korrektur des
derzeitigen Globalisierungspfades(9). Sie
glaubt, dass die globale Marktwirtschaft, richtig gelenkt einen
beispiellosen materiellen Fortschritt bewirken, produktivere und bessere
Arbeitsplätze für alle schaffen und einen wichtigen Beitrag zur Verringerung
der Armut in der Welt leisten kann.(10)
Dabei geht es um die Frage, wer aber den globalen Verschmelzungsprozess lenkt
und wer die Spielregeln bestimmt.
Leider sind die
sozialen Verhältnisse in dieser Welt sehr ungerecht. Es gibt keine
Chancengleichheit. In der globalisierten Welt mit seinen komplexen
wirtschaftlichen Problemen ist eine Solidargemeinschaft der Menschheit eine
Utopie. Die Gelder für Entwicklungshilfe wurden in der Zeit von 1995 bis 2000
um 25% gekürzt. Als Folge der Finanzkrise werden die Hilfen weiter zurückgefahren.
1960 war das BIP pro Kopf der zwanzig
reichsten Länder 18 mal so viel, wie das der zwanzig ärmsten Länder. 1995
erreichte der Unterschied das 37fache. Weltweit litten im Jahr 2000 insgesamt
826 Millionen Menschen an Hunger. Davon leben aber nur 8 Millionen in so
genannten westlichen Industrieländern.(11) Seit
10 Jahren nimmt der Hunger trotz aller Anstrengungen zu. Heute sind es über
eine Milliarde.(12) Weltweit sind 1/3 der
drei Milliarden Personen im
erwerbstätigen Alter arbeitslos oder unterbeschäftigt. Mehr als 500
Millionen Beschäftigte verdienen weniger
als 1 US$ pro Tag.(13)
Diese Fakten zeigen die soziale Spannung der Globalisierung auf. Die World
Commisssion on the Social Dimension of Globalization stellt fest:
Der derzeitige
Prozess der Globalisierung führt zu unausgewogenen Ergebnissen, innerhalb von
Ländern, ebenso zwischen ihnen. Zwar wird Reichtum geschaffen, aber zu viele
Länder und Menschen können nicht davon profitieren. ... Viele leben im
Niemandsland der informellen Wirtschaft ohne formelle Rechte in einer Reihe
armer Länder, die am Rande der Weltwirtschaft ums nackte Überleben kämpfen.(14)
Durch die
Globalisierung der Kommunikation werden Informationen über die soziale
Ungerechtigkeit gleichzeitig überall verbreitet. Dadurch entsteht ein tiefes
Bewusstsein des Ungleichen. Der reiche Mensch aus den westlichen
Industrieländern wird als der Besitzende gesehen. Das Gefühl der
Ungerechtigkeit provoziert Zorn. Dieser verwandelt sich leicht in Groll und
Hass. Die logische Konsequenz ist der bewaffnete Kampf gegen die Ausbeuter. In
der Meinung vieler, hat dieser Ausbeuter in der USA als führende Weltmacht,
einen konkreten Namen. Ebenso wird Europa als Ausbeuter wahrgenommen.
Jean Baudrillard behauptet,
dass der Terrorismus der muslimischen Welt seine Wurzeln darin hat. Die vom
Westen als Paradies verkündigte Demokratie wird, wenn sie verabsolutiert und
mit Gewalt durchgesetzt wird, zur Zerstörung ihrer selbst. So sagt Baudrillard:
Es ist völlig unmöglich, dass es dagegen keine gewalttätige Reaktion gibt.
Der Terrorismus entsteht, wenn keine andere Gegenwehr mehr möglich erscheint.
Das System empfindet objektiv alles als terroristisch, was sich ihm
entgegenstellt.(15) So behaupten nun auch Norman
Stone: Nur die Armee garantiert den säkularen, liberalen Staat.(16)
Damit wird deutlich, dass die Globalisierung, wie sie wirtschaftlich
vorangetrieben wird, nicht auf Freiwilligkeit sondern auf Gewalt basiert. Es
handelt sich um einen Krieg, einen Wirtschaftskrieg. Jeder Krieg hat Opfer. Es
gibt keinen guten oder berechtigten Krieg. Der Wirtschaftswissenschaftler Peter
Neuling erklärt, dass die Ursache der meisten Kriege um des erwarteten
ökonomischen Vorteils willen geführt werden.(17)
Die moderne
Völkerwanderung
Die mit der
Globalisierung verbundenen Verschiebungen der Wirtschaftsstandorte hat zur
größten Bewegung der Menschheit geführt. Migration und Immigration ist in allen
Ländern eine Realität. Mobilität ist da Markenzeichen der heutigen Menschheit.
Die räumliche Beweglichkeit der Menschen ist das was die Globalisierung
fordert. Dort wo es Arbeit und Gewinne gibt, da ziehen die Menschen hin. Dieses
geschieht innerhalb der Landesgrenzen genauso, wie zwischen den Nationen. In
Brasilien sind von 1986 – 1966 neun Millionen Menschen von einem Estado (Bundesland)
zu einem anderen gezogen. In den Jahren von 1991 bis 1996 waren es über 1,1
Millionen Menschen, die allein in den Estado São Paulo(18)
gezogen sind. Von den Menschen, die 1999 in der Region Centro-Oeste wohnten
waren es 54%, die nicht in dieser Region geboren waren.(19)
Die Bewegung der
Bevölkerung ist keine Spezialität Brasiliens. In China allein spricht man von
einer Zahl von 150 Millionen Arbeitsmigranten.(20)
Überall auf der Welt sind die Menschen in unterwegs, wechseln den Wohnort und
passen sich dann wieder neu irgendwo ein. In Deutschland leben heute fast 2
Millionen Türken. Insgesamt hat Deutschland eine ausländische Bevölkerung von 7
348 000 Menschen.(21) Im
Jahr 2002 zogen 842 543 Menschen aus dem Ausland nach Deutschland. Im gleichen
Zeitraum verließen 623 255 Menschen unser Land.(22) Im
Jahr 2000 haben die deutschen Städte und Gemeinden 2 531 255 Zuzüge und 2 450
594 Wegzüge registriert.(23)
Von 1991 – 2000
sind 9 095 000 Menschen in die USA offiziell immigriert. Dazu rechnet die US
Regierung mit mehr als 7 Millionen
illegale Einwanderer.(24) In
der Schweiz lebten im Jahr 2000 insgesamt 7 164 000 Menschen, davon waren 5 758
000 Schweizer. Die Ausländische Bevölkerung betrug 1 406 000 Personen. Das
heißt, das jede 5 Person, die in der Schweiz wohnt, ein Ausländer ist.(25) In
Deutschland sind ca. 19,4% der Bevölkerung Menschen mit Migrantionshintergrund.(26)
Viele dieser
Bewegungen sind freiwillig. Jedoch geschehen die meisten Umzüge aus einem
ökonomischen Druck heraus. Die zunehmende Verarmung breiter Volksmassen und die
damit zusammenhängende Bedrohung des Lebensstandards ist wahrscheinlich die größte Motivation für
die Bewegung der Menschen. Dazu kommen die vielen Kriege und Konflikte. Die
Welt ist voller Flüchtlingen. Jeder 300. Mensch ist heute ein Flüchtling. Am 1.Januar
2003 hatte die UNHCR 20 556 781 Flüchtlinge erfasst(27).
Davon leben ca. 4,5 Millionen in Lagern.(28)
Weltweit laufen zur Zeit über eine Million Asylanträge.(29)
Diese Zahl und auch die Tragik ist größer, als nach dem 2. Weltkrieg ca. 18
Millionen Deutsche ihre Heimat verloren.(30) In
den meisten Fällen gibt es keine Perspektive für ein neues Zuhause.
Diese Zahlen
sind der Beleg, dass die Menschen in Bewegung sind. Es ist egal wo wir
hinschauen. In Russland, in Indien, in England oder den Vereinigten Staaten, überall
wechseln Menschen den Wohnort. Die Germanische Völkerwanderung zur Zeit der
Spätantike war, gemessen an der Größe der jetzigen Bevölkerungsbewegungen, nur
eine Lappalie. Wenn wir aber in die Geschichte hinein schauen, können wir die
großen Veränderung der Welt durch die geschichtliche Völkerwanderung
feststellen. Das Weströmische Reich brach zusammen. Durch die Begegnung der
Römer und der Germanen entstand eine neue Kultur. Die Zeit der Antike endete
und das Mittelalter begann. Ebenso stehen wir heute in einer radikalen
Veränderung der Kultur.
Die Bewegung der
Völker führt zu einer Veränderung des Lebensraums und der Lebensbedingungen. Es
ist ja nicht so, dass der Platz wohin sich die Menschen bewegen leer ist.
Überall gibt es bereits Menschen und Völker, Kulturen und Gewohnheiten. Wie
auch damals, geht die aktuelle Verschiebung der Völker nicht ohne Leid ab.
Konflikte sind eine logische Folge.
Die
Fremdheit als Folge der Globalisierung
Fremd ist
eigentlich kein Adjektiv. Dinge und Personen sind nicht an sich fremd.
Fremdheit ist die Beschreibung eines Beziehungsverhältnisses. So nimmt Julia
Kristeva die Aussage „Fremde sind wir selbst“ zum Titel ihrer Studie der
psychoanalytischen Sicht von Fremdheit.(31)
Fremdheit ist eine Beziehungserfahrung. Es ist ein Gefühl der Unsicherheit, des
Unbekannten, des Exotischen, eben des Fremden. Die Begegnung mit dem Anderen,
dem Fremden, stellt immer die eigene Person und Position in Frage. Wenn etwas
fremd ist, dann ist es nicht automatisch negativ oder positiv. Das Fremde hat
eine gewisse Attraktion. Die Faszination des Fremden füllt die Kassen der
Reisebüros. Sie ist die Quelle des Abenteuers, ohne welches das Leben zur
langweiligen Monotonie werden würde.
Von vielen
Menschen wird Fremdheit jedoch als Bedrohung empfunden. Das nicht Heimliche und
das nicht Vertraute wird als un-heimlich empfunden und mit Un-vertrauen
angesehen. Angst und Misstrauen haben noch nie eine konstruktive menschliche
Gemeinschaft aufgebaut. So haben viele blutige Konflikte ihre Ursache in der
erfahrenen Fremdheit. Das Andere wird als Gefahr wahrgenommen, nur weil es
Fremd ist. Kofi Annan bringt dieses Phänomen in dem Vorwort zu der UNO
Publikation „Brücken für die Zukunft“, damit auf den Punkt, indem er das Werk den Unschuldigen widmet, deren
einzige Schuld darin bestand, dass sie anders waren als ihre Mörder:
Menschen, die
ihr Leben in Furcht vor anderen Kulturen verbringen und diese kein Verständnis
haben, neigen eher zu Taten des Hasses, der Gewalt und der Vernichtung gegen
einen vermeintlichen Feind.(32)
Durch die
Weltumspannende Migration ist die Fremdheit zur täglichen Erfahrung von
jedermann geworden. Der Migrant durchläuft Gefühlketten von Einsamkeit und
Angst, von Ablehnung und Bedrohung, von Verzweiflung und Hass. Wenn John Denver
über die Einsamkeit des Fremden singt und dann verzweifelt fragt: Is there
no one with a smile for me, no one with a hello in their eyes? Is there no one who will loves me
and help me through the dark and lonely night?,(33) dann drückt er das Empfinden vieler
Migranten aus. Fremdheit ist das Gefühl des “nicht dazu gehörends“. Das
Fremde ist das Unbekannte. Erol Yldiz erklärt so:
Fremdheit an
sich gibt es nicht. Fremdheit ist keine Eigenschaft von Dingen oder Menschen,
sondern beschreibt eine Beziehung zwischen ihnen., die sich in einer Vielfalt
von Gefühlen, Vorstellungen, Situationen äußert. Das Gefühl von Fremdheit
gehört zum Alltag eines jeden Menschen, und doch kann es irritieren und sogar
Angst erzeugen.(34)
Dem Fremden, dem
Unbekannten zu begegnen ist, die Erfahrung des menschlichen Daseins. Philipp
Hauenstein beschreibt die Spannung wie folgt:
Das „Eigene“
wie auch das „Fremde“ ist durchaus ambivalent. Das eigene vertraute ist
berechenbar und gibt Sicherheit. Auf der anderen Seite engt es auch ein und kann
die Luft zum Atmen nehmen. Das „Fremde“ dagegen stellt Eigenes in Frage,
verunsichert und bedroht. Gleichzeitig weckt es jedoch auch Neugier. Es lockt
mit neuen, bisher unbekannten Möglichkeiten des Erlebens.(35)
Das Leben
gestaltet sich in der Wechselwirkung von Geborgenheit und Wagnis. Diese
Spannung ist eine grundlegende menschliche Erfahrung und ist die Antriebskraft
der Kreativität. Das Kleinkind erlebt die Welt als eine ständige Begegnung mit
dem Unbekannten. Die Begegnung mit dem Unbekannten, dem Fremden, wird als
Abenteuer, als Wagnis erlebt. Das Bedürfnis zum Wagnis ist Bestandteil der
menschlichen Lernfähigkeit. Das kreative Wagnis aber geschieht aus dem
Bewusstsein der emotionalen Sicherheit heraus. Nach Larry Crabb ist der
Selbstwert von dem Gefühl der Geborgenheit abhängig.(36)
Verliert der Mensch seine Geborgenheit, empfindet er existenzielle Bedrohung.
Dieses wird als Stresse erlebt. Die kulturelle Anpassung, der Weg vom Fremden
zum Vertrautem, beschreibt Myron Loss als einen Prozess von Verletzbarkeit in
der Desorientierung und dem Erleiden vieler emotionaler Stürme.(37) Ohne
Geborgenheit wird dem Menschen die Begegnung mit dem Fremden nicht zur
kreativen Stimulierung, sondern zur beängstigenden Bedrohung und damit zur
Blockade.
Durch negative Erfahrungen
in der Vergangenheit entwickelt der Mensch sein Sicherheitsbedürfnis.
Abenteuertrieb und Sicherheitsbedürfnis stehen im Gegensatz zueinander. Ein
Mensch, der ohne Liebe und Geborgenheit aufwächst, erfährt den Anderen oft als
Bedrohung. Er erleidet das Gefühl von Minderwertigkeit und entwickelt ein
starkes Geltungsbedürfnis. Menschen ohne die innere Geborgenheit, ohne den
inneren Frieden, sind ruhelos und verbreiten so Unruhe. Von Angst bestimmte
Menschen sind krank und machen andere krank.(38)
Der Fremde
erlebt auch die Fremde als Heimatlosigkeit oder Verlorenheit. Ein Mensch ohne
eine Heimat hat keine Wurzeln. Ihm fehlt die Geborgenheit des Vertrauten.
Friedrich Nietzsche schreit das Empfinden des Fremden hinaus mit dem Satz „weh
dem der keine Heimat hat.“(39)
Diese Verlorenheit treibt den Menschen zu einer intensiven Suche nach festen
Bezugspunkten. Deswegen neigen Immigranten im neuen Umfeld auch dazu, in der
Erinnerung einer gloriosen Heimat zu leben. Das Negative verblasst und zurück
bleibt eine romantische Sehnsucht nach einer verloren heilen Welt. Der Türke
wird in Deutschland dann türkischer als in der Türkei und der Deutsche in
Brasilien deutscher als in Deutschland.
Die Kinder
dieser Immigranten jedoch haben es unendlich schwerer. Eines dieser drückt es
so aus: Wir haben keine Heimat, nur unsere Gedanken. Unseren Eltern bleibt
die Sehnsucht, uns nicht einmal das.(40) Die
Internationale Begegnung hat eine Unzahl dieser zwischen den Kulturen
zerrissenen Menschen hervor gebracht. Das von der unbestimmten Sehnsucht nach
einer nicht erfahrenen Heimat gequälte Third Culture Kid (TCK)(41) ist
in unseren Schulen keine Ausnahme mehr.
Die durch die
Globalisierung verursachte Nähe des „Fremden“ stellt das „Eigene“ in Frage.
Diese grundsätzliche psychologische Bedrohung löst bei vielen Menschen Angst
aus. Filme aus Hollywood werden im arabischen Umfeld gezeigt und untergraben
die moslemische Kultur. Die Darstellung anderer Strukturen, Lebensprinzipien
und Formen sind automatisch eine Rückfrage an die eigene Lebenssituation. Die
Begegnung mit dem Fremden provoziert deshalb bei vielen Menschen einen
Identifikationsverlust. Interkulturelle Erfahrungen wirken sich auf die
unterschiedlichen Komponenten der Menschlichen Identität aus. Das Selbstbild,
die Selbstwertgefühle und die Überzeugung, das eigene Handeln steuern zu können
kommen in Krise.(42) Das Eintauchen in eine
fremde Kultur führt zu Irritationen im zwischenmenschlichen Bereich, aber auch
zu einer tiefen Verunsicherung der eigenen Person.(43)
Diese Erfahrung wird Kulturschock genannt.(44)
Es ist die, aus
der interkulturellen Begegnung erwachsenen Verunsicherung provozierte Angst,
welche dann oft direkt in die scheinbare Sicherheit des kulturellen
Fundamentalismus führt. So entstehen Ghettos der Migranten und Ausländer. Dort
wahren sie eine Illusion einer ihr gehörigen Welt, mit eigener Sprache, eigenen
Gebräuchen, eigenen Gesetzen und einer eigenen Gerichtsbarkeit. Dieser Reflex
ist immer wieder zu beobachten. Das Festhalten an der traditionellen Kultur ist
keine Hilfe zur Existenzbewältigung in der völlig anderen Daseinssituation. Es
ist auch unmöglich die Ursprungskultur zu erhalten, sondern diese durchläuft in
der Auseinandersetzung mit der Gastkultur eine ständige Veränderung. Dieser
Verlust wird als reales Leiden erlebt.
Es ist aber
nicht nur der Migrant, der Fremdheit erlebt, sondern auch der bodenständige im
festen Umfeld verwurzelte Mensch. Sein zugezogener Nachbar ist so anders. Der
Fremde über den Gartenzaun, der die Sprache so schlecht spricht, der sich
anders kleidet, der die Kinder anders erzieht, ist Grund für Verunsicherung.
Alles Fremde kann Angst machen. So kommt es häufig zu einer Ausgrenzung der
Zuwanderer und treibt diese immer weiter in die Isolierung und Fremdartigkeit
hinein. Fremdheit wird nicht durch physische Nähe und dem wahrnehmen des
Anderen überwunden. Fremdheit verwandelt sich nur durch interaktive Beziehung
in Vertrautheit. Das geschieht durch die Begegnung von Mensch zu Mensch.
Deswegen ist die Integration nicht institutionell machbar. Institutionelle
staatliche Bemühungen sind in der Regel gescheitert. Diese können höchsten eine
Basis zur Begegnung schaffen, aber niemals die zwischenmenschliche Begegnung
ersetzen.
1 Frank Kürschner-Pelkmann,
Die globale Krise – eine Krise der Globalisierung, im Jahrbuch Mission 1999
Glaube und Globalität (Missionshilfe Verlag, Hamburg: 1999)51
2 Dieser Begriff wurde von
Benjamin Barber durch den Titel seines Buches Jihad versus McWorld
geprägt. Benjamin Barber, Jihad
vs. McWorld. How Globalism and Tribalism are Reshaping The World. (Ballantine
Books, New York: 1995)
3 Bernd Wagner, Hrg., Kulturelle
Globalisierung – Zwischen Weltkultur und kultureller Fragmentierung
(Klartext Verlag, Essen:2001)11
4 Peter Garber im IMF
Economic Forum, Living with private capital flows veröffentlich im IMF
Survey, Volume 32, Nr. 22 vom 15. 12.2003, (International Monetary Fund,
Washington D.C.)368
5 World Commisssion on the Social Dimension of
Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO
Publications, Geneva:
2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.2
6 Giandomenico Picco u.A., Brücken
für die Zukunft – Eine Initiative von Kofi Annan, deutsche Ausgabe durch
die Stiftung für Entwicklung und Frieden, (S. Fischer Verlag, Frankfurt
a.M.:2001)20
7 Richard Sennett, Die
Kultur des neuen Kapitalismus (BvT, Berlin: 2007)107
8 Baudrillard, Jean mit Romain Leick, Interview: Das ist der vierte
Weltkrieg in: Spiegel. November 30, 2002.
9 World Commisssion on the Social Dimension of
Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO
Publications, Geneva:
2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.1
10 World Commisssion on the Social Dimension of
Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO
Publications, Geneva:
2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.3
11 World Commisssion on the Social Dimension of
Globalization, Facts and Figures on Globalization (ILO Publications, Geneva: 4. August
2002)
12 Nach dem WHI (Welt Hunger
Index) Bonn, Washington D. C., Dublin
Oktober 2009, http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/media/pdf/WHI/Welthunger-Index-2009.pdf
13 ILO
Beschäftigungsbericht 2001 in ILO-Nachrichten 1-2001, (ILO-Vertretung,
Bonn)1
14 World Commisssion on the Social Dimension of
Globalization A Fair Globalization: Creating Opportunities for All (ILO
Publications, Geneva:
2004) Synopsis des Berichts auf Deutsch S.3
15 Baudrillard, Jean mit Romain Leick, Interview: Das ist der vierte
Weltkrieg in: Spiegel. November 30, 2002.
16 Norman Stone, Wer der
Türkei an den Kragen will in Frankfurter Allgemeine Zeitung.
November 22, 2003
17 Peter Neuling, Die
acht Wohlstandsgesetze (Amaletha Signum Verlag, Wien: 2007)147
18 Der „Estado de São Paulo“
ist mit 36 350 000 das bevölkerungsreichste
Bundesland de Brasilianischen Föderativen Republik. Es darf nicht mit seiner
gleichnamigen Hauptstadt verwechselt werden.
19 Editora Abril, Almanaque
Abril – Brasil 2001 (Editora Abril, São Paulo: 2001)116
20 Günter Schucher, Chinas neues Arbeitsvertragsgesetz – Stärkung
der Schwachen oder nur Beruhigungspille? in China aktuell 4/2006, Seite 59; GIGA Institute of Asian
Studies (GIGA Institut für Asien-Studien) Hamburg
21 Die Angaben entsprechen
dem Stand vom 31.12.2002, Quelle Statistisches Bundesamt Deutschland, 2004,
Webseite destatis.de/cgi-bin ,Tabelle: Bevölkerung
nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit.
22 Quelle Statistisches
Bundesamt Deutschland, 2004, Webseite destatis.de/cgi-bin , Tabelle: Räumliche Bevölkerungsbewegungen
(Wanderungen) zwischen Deutschland und dem Ausland Stand: 1.10.2003
23 Statistische Ämter des
Bundes und der Länder, 2002, Wanderungen über Gemeindegrenzen nach der
Staatsangehörigkeit.
24 U.S. Census Bureau, Statistical Abstract of
the United States:
2003, Population, Tabelle No.5 und 7
25 Eidgenossenschaft
Schweiz, Bundesamt für Statistik, Neuchatel
26 Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge, Migrationsbericht 2007, 6.2,
http://www.bamf.de/cln_092/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/Migrationsberichte/migrationsbericht-2007,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/migrationsbericht-2007.pdf
27 Unhcr Veröffentlichung,
Nachrichten vom 24.April 2004, http://www.unhcr.ch/cgi-bin/texis/vtx/statistics (UNHCR, Genf: 2004) The Office of the United Nations High Commissioner for
Refugees (Unhcr) was established on December 14, 1950 by the United
Nations General Assembly.
28 Unhcr Veröffentlichung, Executive Committee, 17. meeting EC/50?SC/CRP.10
(UNHCR, Genf:2000)2
29 Unhcr Veröffentlichung, Refugees by numbers - edition 2003
(UNHCR, Genf: 2003)10
30 Hermann Kinder, Werner
Hilgermann, Hrsg., dtv-Atlas zur Weltgeschichte – Karten und chronlogischer
Abriss 23. Aufl. 1989 (dtv, München: 1989)221
31 Julia Kristeva, Fremde
sind wir selbst (Suhrkamp, Frankfurt a.M.: 1990)
32 Giandomenico Picco u.A., Brücken
für die Zukunft – Eine Initiative von Kofi Annan, deutsche Ausgabe durch
die Stiftung für Entwicklung und Frieden, (S. Fischer Verlag, Frankfurt
a.M.:2001)11
33 Verfasser unbekannt No
one Lyriks, auf der Musik CD John Denver, foreever, John (BMG
Entertainment: 1998) hit 6
34 Erol Yildez, Fremdheit
und Integration (Domino BLT, Bergisch Gladbach: 1999)52
35 Philipp Hauenstein, Mittendrin
– und doch am Rande (Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, Erlangen:
2002) 28
36 Lawrence J. Crabb, Die
Last des anderen (Brunnenverlag, Basel Giessen: 1977)57
37 Myron Loss, Culture Shock (Ligth and
Life Press, Winona Lake:1883)47
38 Wolfgang Schmidtbauer, Lebensgefühl
Angst (Herder, Freiburg, Basel, Wien: 2005)17ff
39 Friedrich Wilhelm
Nietzsche, Vereinsamt (1887)
40 C. Hernando, Wo liegt
unsere Sehnsucht, in F. Biondi et.
Al. Hrsg., Zwischen Fabrik und Bahnhof, (Con Edition, Bremen: 1981)162
41 David E. Pollock, Ruth van Reken, und Georg
Pflüger, Third Culture Kids: Aufwachsen in mehreren Kulturen
42 Astrid Erll, Marion
Gymnich, Interkulturelle Kompetenzen (Klett, Stuttgart:2007)64
43 Annekatrin Hoppe, So
war ich nicht, so bin ich nicht! Vom Einfluss des kulturellen Umfelds auf die
eigene Identität in Dagmar Kumbier, Friedemann Schulz von Thun,
Interkulturelle Kommunikation: Methoden Modelle, Beispiele (Rowohlt, Reinbeck
b. Hamburg: 2006)175
44 Astrid Erll, Marion
Gymnich, Interkulturelle Kompetenzen (Klett, Stuttgart:2007)67-69
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